
Nach nur einer Saison steigt das Herren-Fanionteam der HSG Mythen-Shooters wieder aus der 1. Liga ab. Spielertrainer Alex Suter zieht Bilanz und blickt – trotz der Relegation – auch auf einige positive Aspekte aus der vergangenen Spielzeit zurück.
«Vielleicht kam der Aufstieg zu früh»
Ja, es war anzunehmen, dass auf die Shooters-Handballer eine schwierige Saison warten würde. «Wir sind innerhalb von drei Jahren zwei Mal aufgestiegen und haben die vergangene Spielzeit in der 1. Liga mit einem nahezu unveränderten Kader absolviert. Somit war klar, dass es eine happige Saison werden würde», erklärt Spielertrainer Alex Suter, um dann sogleich zu ergänzen: «Trotzdem sind wir natürlich nicht zufrieden, dass die Saison nun mit dem Abstieg geendet hat». Dieser stand bereits vorzeitig fest, am Ende fehlten sechs Punkte, um wenigstens die Barrage zu erreichen und die direkte Relegation so zu verhindern. Abschlachten lassen mussten sich die Shooters-Herren bei ihrer ersten 1. Liga-Saison nach über 20 Jahren indes nur selten. Zwar waren einigen herbe Niederlagen dabei, vielfach fehlte aber auch nur wenig für Punkte. «Das zeigt, dass durchaus Potential für die 1. Liga in diesem Team steckt», ist Suter überzeugt. «Aber vielleicht kam der Aufstieg schlichtweg zu früh für uns». In der Tat ging es zuletzt äusserst steil aufwärts für die erste Shooters-Herrenmannschaft: 2023 feierte diese den direkten Wiederaufstieg in die 2. Liga, zwei Jahre danach folgte bereits die Promotion in die 1. Liga. Die dort nun oftmals erlittenen knappen Niederlagen führt der Spielertrainer auch auf teilweise fehlende Cleverness und die kaum vorhanden gewesene Erfahrung in der 1. Liga zurück. «Diese Elemente haben uns einige Male gefehlt, um noch mehr knappe Spiele für uns zu entscheiden». Immerhin standen zum Saisonende vier Siege auf dem Konto der Schwyzer Spielgemeinschaft, die damit eingefahrenen acht Punkte reichten zumindest, um den 13. und letzten Schlussrang Mitaufsteiger Seetal überlassen zu können.
Richtung für neue Saison ist klar
Apropos 13. Schlussrang: Auch der Modus spielte dem Liga-Neuling nicht gerade in die Karten. Denn üblicherweise bestehen die drei 1. Liga-Gruppen aus zwölf Mannschaften. Aufgrund eines freiwilligen Abstiegs in der höchsten Schweizer Liga zum Ende der Vorsaison, was Auswirkungen bis in die 1. Liga hatte, wurde diese vorübergehend um eine Mannschaft aufgestockt. Das zusätzliche Team wurde schliesslich in die Shooters-Gruppe eingeteilt, wodurch dort zwei Teams (statt wie üblich und wie in den anderen beiden Gruppen nur eine Mannschaft) direkt absteigen mussten. «In einer Zwölfer-Gruppe wäre zumindest die Teilnahme an der Barrage wohl realistischer gewesen», so Alex Suter, der aber trotz des nun feststehenden Abstieges auch positive Elemente aus der vergangenen Spielzeit nennen kann. «Ab September war die Trainingsbeteiligung beim Gros der Mannschaft sehr gut und es war während der Trainings trotz der vielen Niederlagen zu spüren, dass das Team gewillt ist, im jeweils bevorstehenden Spiel zu punkten». Auch ein Aspekt abseits des Spielfeldes freute den Spielertrainer: «Es war schön zu sehen, dass wir bei unseren Heimspielen sehr oft vor einer schönen Zuschauerkulisse spielen durften, sowohl in Goldau als auch in Brunnen». Und auch mit Blick auf die kommende Saison nennt Suter eine erfreuliche Tatsache: «Das Kader bleibt nach wie vor zum Grossteil unverändert». Stand jetzt stehen einzig die Abgänge von Kreisspieler Fabian Kraft (Rücktritt) und Torhüter Silas Nauer (Wechsel) fest. Aufgrund der wiederum nur geringen Änderungen beim Personal scheint für den Spielertrainer klar, in welche Richtung die neue Saison in der 2. Liga gehen soll. «Ich denke, alles andere, als wieder die Aufstiegsspiele zu erreichen, wäre das falsche Ziel».

Silas Nauer (links) und Fabian Kraft (rechts) bei der Verabschiedung vor dem letzten Meisterschaftsspiel.
Fotos: Andy Scherrer