Die Mythen-Shooters patzen zum Meisterschaftsstart

Die erste Herrenmannschaft der HSG Mythen-Shooters hat zum Auftakt in die neue 2. Liga-Saison eine alles andere als zwingende Niederlage hinnehmen müssen. Der Fehlstart ins neue Championat gegen ein keinesfalls überragendes Team aus dem Zürcher Unterland war vor allem auf eine schwache Offensive zurückzuführen.

«So kannst du kein Spiel gewinnen»
Von «absolut unterirdisch» bis hin zu «katastrophal» reichten die Prädikate in der Analyse von Shooters-Trainer Alex Suter, als er auf die Angriffsleistung seines Teams zu sprechen kam. Und lieferte damit gleich den Hauptrund dafür, warum der Meisterschaftsstart gehörig in die Hose ging. Gegner Züri Unterland, wie die Shooters in der Vorsaison noch in der 1. Liga aktiv, benötigte so bei weitem keine überragende Leistung, um die beiden Punkte aus der Goldauer BBZG-Halle mitzunehmen. «In der ersten Halbzeit klappte bei uns offensiv kaum was, so spielten wir etwa nie die zweite Welle. Auf diese Weise kannst du kein Spiel gewinnen», lautete das weitere deutliche Resümee von Suter.

Momentum blieb ungenutzt
Etwas Positives fand der Shooters-Trainer nebst einer ordentlichen Abwehrarbeit, welche Suter aber auch auf die Leistung des offensiv ebenfalls nur selten zwingenden Gegners zurückführte, dann doch noch im Auftritt seines Teams. «Immerhin konnten wir uns noch einmal ins Spiel zurückkämpfen». Damit sprach der Trainer die Phase um die Mitte des zweiten Durchgangs an, als die Shooters drauf und dran waren, den sich ab der 20. Minute bei vier bis sechs Minustreffern eingependelten Rückstand doch noch zu wenden. Mit dem Tor zum 17:17 (52’) durch den am Samstag erfolgreichsten Shooters-Werfer Matthias Stalder (sechs Tore aus sieben Versuchen) schienen die Hausherren das Momentum dann auch tatsächlich noch auf ihre Seite gezwungen zu haben. Die Wende gelang indes nicht, der Gast aus dem Zürcher Unterland reagierte daraufhin mit einer 7:6-Variante im Angriff und fand so zum Toreschiessen zurück, während den Einheimischen in der verbleibenden Spielzeit lediglich noch ein Torerfolg gelang, der notabene in den Schlusssekunden der Partie fiel, als die Niederlage bereits feststand. Und irgendwie passte es letztlich auch ins Bild dieses insgesamt tristen Shooters-Abends, das die Schwyzer Aufholjagd am Ende unvollendet blieb.

Cup-Spiel als Ursache?
Angesprochen auf die Gründe, warum in diesem ersten Spiel der neuen 2. Liga-Saison vor allem im Angriff nicht viel zusammenpasste wollte, blickte Alex Suter auch auf das am Wochenende davor ausgetragene Regio-Cup-Spiel zurück, als die Shooters in ihrem ersten Pflichtspiel der Saison vom U19-Team der SG Handball Seetal kaum gefordert wurden und so einen nie gefährdeten Sieg einfahren konnten. Das könne im Hinblick auf den Meisterschaftsstart auch ein Nachteil gewesen sein. «Vielleicht hat uns dieses Spiel nicht gutgetan, weil da vieles schlicht zu einfach für uns lief», suchte Suter nach möglichen Ursachen.
Ganz sicher nicht einfach gemacht werden wird es seinem Team am kommenden Samstag, wenn zum zweiten Meisterschaftsauftritt das Gastspiel bei der SG Städtli-Baden ansteht. Auch wenn die Aargauer ihr erstes Liga-Spiel ebenfalls verloren geben mussten, dürfte in Baden gegen den letztjährigen Aufstiegsrundenteilnehmer ein hartes Stück Arbeit auf die Schwyzer Spielgemeinschaft warten.

Matchtelegramm
HSG Mythen-Shooters – Handball Züri Unterland 18:21 (6:11). – Goldau, Berufsbildungszentrum (BBZG). – 72 Zuschauer. – SR: Kuonen. HSG Mythen-Shooters: Derler (2 Paraden)/Sivanesan (6); Büeler, Dürrenmatt, Henseler M., Henseler P. (4 Tore), König, Roos (2), Speck, Stalder M. (6/2), Staub E., Styger (1), Weber Li. (3), Wiget (2). Strafen: 4-mal 2min. gegen Shooters; 3-mal 2min. gegen Züri Unterland. Verhältnis verschossener Penaltys: 2:0.

Foto: Andy Scherrer

6. September 2026, Dino Beck | zur Vorschau