Aufstiegsshowdown in Goldau

Das letzte Spiel des Herren-Fanionteams der Shooters in der laufenden Saison kommt aus Schwyzer Optik einem echten Endspiel gleich: Während Gegner Kreuzlingen den Aufstieg in die 2. Liga bereits auf sicher hat, steht die Promotion der Schwyzer Spielgemeinschaft noch in den Sternen. Dass die Shooters den Aufstieg nicht ebenfalls bereits fix in der Tasche haben, ist auf das unglückliche Remis im ersten Aufstiegsspiel vor zwei Wochen bei Uni Bern zurückzuführen, als die Schwyzer trotz Zwei-Tore-Führung in der Schlussminute den Sieg nicht ins Ziel retten konnten. Trainer Alex Suter, bei welchem wie im gesamten Team eine grosse Vorfreude, aber auch eine gewisse Spannung vor dem Aufstiegsshowdown auszumachen sei, meinte im Vorfeld der Partie gegen Kreuzlingen aber: «Wir haben uns gesagt, dass dieser Punkt ein Schritt Richtung 2. Liga ist und kein Rückschritt».

Nach wie vor alles in den eigenen Händen
Diese Worte haben durchaus ihre Berechtigung. Denn in der Tat ist die Ausgangslage vor dem allesentscheidenden Aufstiegsspiel trotz des ärgerlich verlorenen Zählers weiterhin vielversprechend. Sicher ist: Punkten die Shooters am Samstag gegen Kreuzlingen, ist die Promotion fix. Und weil die Thurgauer am vergangenen Samstag das Team aus Bern relativ deutlich bezwangen (33:25), würde den Shooters am Samstag selbst eine Niederlage von sieben bis acht Treffen reichen, um nicht mehr von einem der beiden Aufstiegsplätze in der Dreiergruppe verdrängt zu werden. In diesem Fall wäre das bessere Torverhältnisses gegenüber den dann punktgleichen Bernern ausschlaggebend zu Gunsten der Schwyzer Spielgemeinschaft.
Der klare Sieg des bevorstehenden Kontrahenten vom Bodensee über Uni Bern und die Tatsache, dass Kreuzlingen damit bereits seinen zwölften Vollerfolg am Stück einfuhr, lässt aber erahnen, welch grosse hohe Hürde auf die Shooters auf deren Weg zurück in die 2. Liga warten wird. «Kreuzlingen spielt einen sehr soliden, druckvollen Handball. Wir erwarten eine gute Durchmischung zwischen jungen und erfahrenen Spielern, welche Fehler sofort bestrafen», erklärt Suter. Dass der bevorstehende Gegner den Aufstieg bereits definitiv realisiert hat, sieht der Trainer nicht unbedingt als Vorteil. «Sie werden am Samstag sicher nicht vergebens nach Goldau reisen und können drucklos ihr letztes Saisonspiel geniessen». Sein Team hingegen werde abliefern müssen. Wie das vonstatten gehen soll, weiss der Trainer genau: «Wir werden das tun, und zwar mit unserem Spiel, das uns in dieser Saison so weit gebracht hat». Hoffentlich auch in die 2. Liga.

Foto: Andy Scherrer / topsportfotografie.ch (Archivbild)

25. Mai 2023, Dino Beck