Den 1. Liga-Rhythmus zu spät gefunden
Das Herren-Fanionteam der HSG Mythen-Shooters hat bei seinem 1. Liga-Comeback vom Samstag gegen den TSV Frick eine Niederlage hinnehmen müssen, deren Gründe vor allem in den ersten 20 Minuten zu suchen waren. Die sich dort eingehandelte Hypothek vermochte der Aufsteiger trotz in der Folge abgerufener ansprechender Reaktion nie mehr zu korrigieren.
«In der 1. Liga wird das bestraft»
Ein Grossteil aus dem Kader der Mythen-Shooters absolvierte am Samstag sein erstes Spiel auf 1. Liga-Niveau. Für die beiden Trainer Alex Suter und Christoph Tschannen ist die 1. Liga indes kein Neuland, sie kennen diese von ihren früheren Stationen als Spieler bestens. Angesprochen darauf, worin denn der grösste Unterschied zwischen der 2. Liga und 1. Liga liegen würde, waren sich die beiden im Vorfeld der neuen Saison einig: «Es ist alles noch ein Tick besser und Fehler werden noch rigoroser bestraft», so die eindeutige Antwort.
Nun, wie konsequent Eigenfehler im «Oberhaus» zu unschönen Konsequenzen führen können, bekamen die Shooters am Samstag ein erstes Mal vor Augen geführt. 10 technische Unzulänglichkeiten musste sich das Heimteam alleine innerhalb der ersten rund 20 Minuten notieren lassen, und wie die Anzahl jener Unsauberkeiten war auch die Summe der ausgelassenen Grosschancen in dieser Zeitspanne zu hoch. Das Ergebnis dieser verkorksten ersten 20 1. Liga-Minuten war eine 4:12-Hypothek. «Vielleicht waren wir einfach zu nervös», suchte Christoph Tschannen nach Erklärungen für das missratene erste Spieldrittel.
Reaktion stimmte
Positiv stimmte den Coach derweil die Reaktion, die sein Team in der Folge abzurufen vermochte. Und auch für Torhüter Derler, am Samstag nebst Zehnfach-Torschütze Nicolas Stalder klar jener Shooters-Akteur, der aus dem Kollektiv herauszuragen vermochte, hielt er ein Extralob bereit. Derler’s Paraden – bis zum Spielschluss waren es deren 13 -, aber auch die vom Coach angesprochene Reaktion sorgten immerhin dafür, dass der Rückstand bereits bis zur Pause wieder in ein erträglicheres Masse gerückt werden konnte, in der Folge nahm dieser dann auch kaum mehr merklich zu. Wirklich Spannung wollte in der BBZG-Halle indes keine mehr aufkommen. Gegner Frick reichte letztlich eine solide, wenn auch keineswegs überragende Darbietung, um die Shooters stets sicher auf Distanz halten zu können.
Leistung über volle Distanz abrufen
Eine gewisse Enttäuschung konnte Tschannen so nach Spielschluss nicht verbergen. «Es wäre heute etwas drin gelegen», befand der Coach, der sich zwar mit dem Auftritt in der nach den schwachen ersten 20 Minuten verbleibenden Spielzeit zufrieden zeigte. «Aber», führte der Coach weiter aus, «in der 1. Liga reicht es eben nicht mehr, wenn du nur über 40 Minuten eine gute Leistung zeigst». Es gelte nun, solche Darbietungen künftig über die volle Distanz abzurufen. «Dann haben wir gegen viele Gegner eine Chance, auch in der 1. Liga», zeigte sich Tschannen da überzeugt. Eine erste Gelegenheit, den Beweis dafür zu erbringen, bietet sich den Schwyzer Handballern am 20. September. Dann reist das Shooters-Fanionteam für seinen zweiten Saisonauftritt nach Baden zur HSG EhrEndingen Celtics.
Matchtelegramm
HSG Mythen-Shooters – SG TSV Frick 1 26:30 (8:13). – Goldau, Berufsbildungszentrum (BBZG). – 150 Zuschauer. – SR: Baumann/Celentano. – HSG Mythen-Shooters: Derler (13 Paraden)/Heller (n.e.)/Nauer (für 1 Penalty); Büeler (2 Tore), Dürrenmatt, Fischlin (2), Henseler M., Kraft, Roos (6), Stalder M. (1), Stalder N. (10/4), Staub E., Staub J. (2), Suter (1), Weber Lu., Ziswiler (2).
Strafen: je 4×2 Min. Verhältnis verschossener Penaltys: 0:1.
Foto: Andy Scherrer / topsportfotografie.ch

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