Den Mythen-Shooters fehlte einmal mehr wenig für Zählbares
Erneut konnte am Sonntag das Herren-Fanionteam der HSG Mythen-Shooters mit seinem Gegner mithalten, stand am Ende aber auch gegen Willisau mit leeren Händen da.
Cleverness fehlte
Zu Spielschluss war es so, wie schon so häufig in der laufenden Spielzeit: Der 1. Liga-Aufsteiger aus dem Schwyzerland, der inzwischen auch wieder als Absteiger feststeht, durfte auch nach der Partie gegen Williasu für sich in Anspruch nehmen, über weite Strecken mit dem Gegner mitgehalten zu haben. Und trotzdem musste Shooters-Coach Christoph Tschannen am Ende wieder ein Spiel analysieren, welches ohne Punkte für sein Team endete. «In den entscheidenden Momenten fehlte es zu sehr an Cleverness und Abgeklärtheit», befand Tschannen, und nannte so wiederum Gründe für die Niederlage, die er auch in Spielen zuvor, die für seine Mannschaft auf ähnliche Art und Weise in einem Verlustgang geendet hatten, aufzählen musste.
Gute erste Halbzeit
Zu den positiven Aspekten aus diesem sonntäglichen Auftritt in der Brunner Sporthalle zählte Tschannen derweil die erste Halbzeit: Zu loben gab es da etwa die Abwehrarbeit und die Chancenauswertung und damit zwei Elemente, die vier Tage davor bei der knappen Niederlage gegen Seetal noch als Sorgenkinder im damaligen Auftritt auszumachen waren. Diese Steigerung wurde am Sonntag dann auch mit einer ersten Halbzeit belohnt, in welcher die Shooters, die am Sonntag mit Nicolas Stalder und Patrick Henseler auf ihre beiden besten Saisontorschützen verzichten mussten, nie in Rücklage gerieten. Zum besten Werfer avancierte diesmal Yannis Ziswiler mit elf erfolgreichen Abschlüssen.
Abgeklärteres Willisau
Zu einem Rückstand kam es nach der Pause indes rasch (18:19), und ab der 43. Minute lagen die Einheimischen schliesslich permanent in Rücklage, hatten von da an gegen den nun abgeklärter wirkenden Gegner in zu vielen Situationen das Nachsehen, selbst in doppelter Überzahl kassierten die Shooters noch ein Gegentor. Bei den Schwyzern kam derweil die von Tschannen angesprochene mangelnde Cleverness und Abgeklärtheit immer mehr zum Vorschein, der Rückstand erhöhte sich so bis zur 55. Minute auf sechs Treffer. Damit hatte der Kontrahent aus dem Luzerner Hinterland, der mit diesem Sieg seinen direkten Ligaerhalt sicherstellen konnte, herbeigeschafft.
Nach einer weiteren Niederlage, die aus Shooters-Optik keineswegs zwingend war, steht für das Herren-Fanionteam nun der Saisonabschluss vor der Tür. Am kommenden Samstag empfangen die Schwyzer Handballer wiederum in der Brunner Sporthalle den TV Dagmersellen zur letzten Partie in der laufenden Spielzeit. Nebst dem angestrebten siegreichen Saisonschluss dürfte diese Partie unter der Devise stehen, das zu Ende gehende Championat nicht auf dem letzten Tabellenplatz beschliessen zu müssen. Derzeit sind die Shooters an vorletzter Stelle klassiert, die Rote Laterne des Schlusslichts trägt die punktgleiche SG Handball Seetal, die den Schwyzern bei einer lediglich um sieben Treffer schlechteren Tordifferenz aber auch vor dem letzten Spieltag noch immer dicht im Nacken sitzt.
Matchtelegramm
HSG Mythen-Shooters – STV Willisau 34:38 (18:17). – Brunnen, Sporthalle. – 102 Zuschauer. – SR: Lindberg/Rüegg. – HSG Mythen-Shooters: Derler (1 Parade)/Nauer (7); Büeler (3 Tore), Dürrenmatt (2), Fischlin, Kraft, Roos (2), Speck, Stalder M. (2/2), Staub E. (5), Staub J. (2), Suter (4), Weber Li. (1), Weber Lu. (2), Ziswiler (11/2). Strafen: 5-mal 2min. gegen Shooters; 7-mal 2min. gegen Willisau. – Verhältnis verschossener Penaltys: 1:0.
Foto: Livio Weber (Archiv)

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