Der Leader war zu stark

Die erste Herrenmannschaft der HSG Mythen-Shooters hat den Coup gegen den noch immer verlustpunktefreien Tabellenführer Mutschellen letztlich deutlich verpasst. Die Fehlerquote war insgesamt zu hoch, um dem Leader ein Bein stellen zu können.

Shooters-Fehler eiskalt bestraft
Es gab sie durchaus, die Phasen im Spiel, in denen sich die Shooters zeitweise auf Augenhöhe mit jenem Gegner bewegten, der am Samstag immerhin mit der Referenz von fünf Siegen aus fünf Spielen in die BBZG-Halle gereist war. So schafften es die Gastgeber im zweiten Teil des ersten Durchgangs etwa, sich wieder in Schlagdistanz mit dem Tabellenführer zu bringen. Mit einem 7:2-Lauf zwischen der 19. und 28. Minute stellten die Shooters gar kurzzeitig den Anschluss zum 11:12 her, auch zur Pause lag der Tabellenführer ergebnistechnisch noch in Reichweite. Dass die Gastgeber überhaupt jenen Kraftakt benötigten, um sich wieder ins Spiel zu bringen, lag an einer aus Schwyzer Optik verkorksten Startphase, in welcher sie sich durch technische Unsauberkeiten und fehlbare Abschlüsse sogleich eine 0:6-Hypothek einbrockten. In jener Periode des Spiels zeigte sich ein erstes Mal, wie wenig es gegen den souveränen Tabellenführer duldet. «Der Gegner hat unsere Fehler sofort bestraft», fasste Shooters-Trainer Adolf Ulrich treffend zusammen. Um dann noch anzufügen, dass der Tabellenführer heute immer eine Antwort parat gehabt habe. Das demonstrierte dieser unter anderem nach der Pause und damit unmittelbar nach der vermeintlichen Aufholjagd der Gastgeber, als er die Shooters nie mehr vollends ins Spiel zurückkommen liess und stattdessen die Führung in nun wieder deutlichere Masse ausbaute. Wieder verstand es da Gastteam hierbei, die Unzulänglichkeiten der Schwyzer, die am Samstag vor allem im Angriff durch technische Fehler und das Auslassen klarer Torchancen zu beobachten waren, konsequent zu seinen Gunsten zu nutzen. Näher als auf drei Tore kamen die Einheimischen im zweiten Durchgang so nie mehr an den Gegner heran. Spätestens als dem HC Mutschellen unmittelbar vor Beginn der letzten fünf Minuten drei Tore am Stück gelangen und er seinen Vorsprung so auf sieben Treffer erhöhen konnte, hatte der abgeklärte Leader die allerletzten Fragen über den Ausgang der Partie geklärt.

«Müssen effektiver werden»
Shooters-Trainer Adolf Ulrich sah nach Spielschluss trotz der eigentlich respektablen Anzahl Treffern den Hauptgrund für die Niederlage vorwiegend in der Offensive, wo er die zu hohe Zahl an technischen Fehlern sowie die vielen vergebenen Torchancen bemängelte. «Der Angriff muss effizienter werden», befand der Trainer.
Mit seinem Team bleibt Ulrich nach dieser Niederlage auf zwei Saisonpunkten sitzen, in der Rangliste bleiben die Shooters so mitten in der Abstiegszone. In der noch immer relativ frühen Saisonphase – die Schwyzer haben inzwischen fünf ihrer bis zum Saisonende auszutragenden 22 Partien absolviert – muss das noch immer kein Grund sein, um alle Alarmglocken aufheulen zu lassen. In den noch bis Weihnachten anstehenden sechs Partien kommt es für die Shooters aber noch zu einigen Duellen mit Gegnern, die derzeit ebenfalls im unteren Bereich der Rangliste zu finden sind. Spiele also, die durchaus richtungsweisenden Charakter haben können. Dazu gehört auch die bevorstehende Begegnung mit der SG Handball Seetal, bei welcher die Shooters am kommenden Samstag (18.00 Uhr, Hochdorf Avanti) gastieren.
Die Aufstellung:
Derler/Petersen; Betschart (2), Büeler D. (1), Büeler T. (2), Dürrenmatt, Henseler (4), Kljajic, Reichmuth (3), Stalder M., Stalder N. (9/2), Staub (2), Weber (1), Wyss (6).

Foto: Andy Scherrer

31. Oktober 2021, Dino Beck | zur Vorschau