Der Spitzenkampf endete ohne Sieger
Das Duell zwischen dem Zweiten und dem Ersten der Rangliste endete am Samstag mit einer Punkteteilung. Die Shooters sind damit das erste Team, welches dem Tabellenführer Borba Luzern in der laufenden Spielzeit einen Zähler abknüpfen konnte.
«Nicht unbedingt zu rechnen»
30 Sekunden waren in der Brunner Sporthalle noch zu gehen, das als Tabellenzweiter in dieses Spiel gestiegene Herren-Fanionteam der Mythen-Shooters führte zu jenem Zeitpunkt noch mit einem Tor, wobei der Gegner und souveräne Tabellenführer noch einen Angriff spielen konnte. Und diese letzte Chance nutzte der abgezockte Leader, um doch noch zu Zählbarem zu gelangen, 59:56 zeigte die Matchuhr an, als der letzte Treffer der Partie durch die Stadtluzerner das Remis besiegelte.
Jenes Tor brachte die Shooters um das in Griffweite gelegene und eigentlich auch nicht unverdient gewesene Happy End nach einer Leistung, die Spielertrainer Alex Suter in seiner Analyse mehrfach als «gut» oder gar «sehr gut» umschrieb. Es dürfte denn auch auf die starke Darbietung zurückzuführen gewesen sein, dass sich der Ärger über den verpassten Vollerfolg in Grenzen hielt. «Ja, es hätten auch zwei Punkte sein können. Aber so ist das halt», meinte Suter kurz und knapp zum späten Ausgleich des Gegners, der so zwar seinen ersten Verlustgang abwenden konnte, indes aber zum ersten Mal in der laufenden Spielzeit in seiner 13. Partie nicht die volle Punktzahl mitnahm. «Damit war nicht unbedingt zu rechnen», bemerkte Suter, wohl auch angesichts der Tatsache, dass die Gäste mit ihrem vollen Kader nach Brunnen gereist waren, worin sich auch Spieler mit Erfahrung aus der NLA befanden.
Treffsicherer Coach
Alex Suter selbst musste für einmal das Geschehen weitgehend von der Bank beobachten, ein sich früh ereigneter «Rosskuss» zwang ihn in der Folge zum Zuschauen. Dafür machte im weiteren Verlauf des Spitzenkampfs mit Christoph Tschannen, in dieser Saison eigentlich ausschliesslich für das Coaching zuständig, ein anderer Protagonist aus dem Trainerstaff auf dem Feld von sich reden. Ursprünglich wäre er am Samstag aufgrund an Mangel von Alternativen für Kurzeinsätze auf der Kreisposition vorgesehen gewesen, in der Schlussviertelstunde aber fungierte Tschannen auch als Entlastung im Rückraum. «Aus den vorgesehenen fünf Minuten wurden dann halt fünfzehn», resümierte Suter. In jener Zeitspanne trug Tschannen mit fünf Toren aus ebenso vielen Versuchen – mehr Tore erzielten am Samstag nur Yannis Ziswiler und Nicolas Stalder, die sich mit je sieben Treffern die Auszeichnung des besten Shooter-Werfers teilten – seinen wesentlichen Teil zum Punktgewinn bei, brachte sein Team unter anderem nach einer kurzen Baisse (vom 28:25 zum 28:29) mit dem wichtigen Ausgleich wieder in die Spur. In der Folge konnten die Shooters bis zum eingangs genannten Treffer zum 34:34 jeweils vorlegen, was von den Stadtluzernern aber kurz darauf stets mit einem eigenen Tor beantwortet wurde.
Am Samstag geht’s ums Final Four-Ticket
Zum ersten Mal in der laufenden Spielzeit endete damit eine Shooters-Partie mit einem Remis. Soweit wird es bei der nächsten Aufgabe der Schwyzer Handballer mit Bestimmtheit nicht kommen. Da steht für die Shooters am 1. Februar das Viertelfinale im Regio-Cup an, wo es zwingend einen Sieger braucht, um den Teilnehmer des Halbfinals und damit des Final Four-Turniers zu ermitteln. Gegner am kommenden Samstag ist in Ruswil die 2. Liga-Equipe der SG Ruswil Wolhusen.
In der Meisterschaft stehen die Shooters am 5. Februar wieder im Einsatz, dann in einem weiteren Heimspiel gegen Altdorf. Unabhängig davon, was sich über das nächste Wochenende in ihrer Liga abspielt, werden die Schwyzer das Urschweizer Derby als Zweitklassierte in Angriff nehmen. Der Vorsprung auf Rang 3 ist durch den Punkt vom Samstag und den sich gleichentags ereigneten Ergebnissen der Konkurrenz noch einmal angewachsen, liegt jetzt schon bei fünf Zählern respektive neun Verlustpunkten. Der Abstand zu Leader Borba beträgt weiterhin vier Zähler.
Matchtelegramm
HSG Mythen-Shooters – SG BSV Borba Luzern 34:34 (14:13). – Brunnen, Sporthalle. – 40 Zuschauer. – SR: Betschart. – HSG Mythen-Shooters: Derler (n. e.)/Heller (9 Paraden); Büeler (1 Tor), Dürrenmatt, Henseler M. (2), Henseler P. (3), Roos (2), Speck, Stalder M. (5), Stalder N. (7/2), Suter, Tschannen (5), Weber Lu. (2), Ziswiler (7).
Foto: Andy Scherrer (Archiv)

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