Die Abwehrdefizite waren zu gross

Die erste Herrenmannschaft der Mythen-Shooters blieb am Samstag bei der HSG Ehrendingen Celtics letztlich deutlich auf der Strecke. Im Spiel gegen die Spielgemeinschaft aus Ehrendingen und Wehntal erwies sich die Abwehrarbeit als grösstes Defizit im Auftritt der Schwyzer.

Nach 40 Minuten riss der Faden
Nein, lange überlegen musste Spielertrainer Alex Suter nicht, als er nach dem grössten Manko in diesem zweiten 1. Liga-Auftritt seines Teams seit dem Aufstieg angesprochen wurde. «Es war über die gesamte Partie hinweg gesehen eine inexistente Vorstellung in der Defensive», lautete das glasklare Verdikt des Schwyzer Übungsleiters, der in der Abwehrleistung seines Teams vor allem die nötige Härte vermisste und überdies auch bemängeln musste, dass die Arbeit in der Defensive zu wenig im Verbund verrichtet wurde. In der Tat offerierten die Shooters dem mit hohem Tempo agierenden und mit einer starken Athletik ausgestatteten Gegner so immer wieder einfache Tore, viel zu häufig fand sich ein Spieler der Einheimischen alleine vor dem Shooters-Gehäuse, was selbstredend auch die Aufgabe für die Torhüter merklich erschwerte.
Für einen Lichtblick sorgten die Gäste in der Badener Aue-Halle derweil mit einer langen Zeit guten Offensive. Weil die Shooters da immer wieder Lösungen fanden, gestalteten sie die ersten 20 Minuten gar noch ausgeglichen. Und auf einen kurzen Dämpfer vor der Pause, der ihnen die letztlich resultierende Halbzeithypothek einbrockte, vermochten die Schwyzer wiederum mit ihrem guten Angriff zu reagieren, verkürzten den Rückstand so bis zur 35. Minute auf vier Tore. In der Folge hätte sich den Shooters auch die Gelegenheit geboten, das Ergebnis noch enger zu formen. Anstatt sich aber definitiv noch einmal im Spiel anzumelden, vergaben die Gäste in dieser Phase zu viele sichere Torchancen. Jene Ineffizienz läutete schliesslich das Schwyzer Unheil ein, in den letzten 20 Minuten riss der Faden komplett, was sich entsprechend aufs Ergebnis auswirkte.

«Das darf nicht sein»
So fielen dann auch die Worte von Alex Suter mit Blick aufs letzte Drittel der Partie deutlich aus. Zwar erklärte der Spielertrainer, dass es sich beim Gegner gemessen an dessen Stärke um einen Widerscher handelt, «bei dem du auswärts als Aufsteiger nicht zwingend punkten musst. Aber», so Suter, «uns derart gehen lassen, das darf nicht sein».
Nun warten auf Alex Suter und sein Team, bei dem Nicolas Stalder am Samstag erfolgreichster Werfer war (8 Tore), gleich die nächsten schwierigen Aufgaben. Am Mittwoch stehen die Shooters im Schweizer Cup im Einsatz und treffen dort auswärts mit der SG Uster/Stäfa auf ein 1. Liga-Team, das in seiner Gruppe nach zwei gespielten Partien noch eine schadlose Bilanz vorzuweisen hat. In der Meisterschaft geht es für die Schwyzer Handballer am kommenden Samstag mit einem Heimspiel weiter. In der BBZG-Halle empfangen die Shooters dann die HSG Siggenthal/Baden-Endingen. Die Aargauer haben in den letzten beiden Saisons jeweils die NLB-Aufstiegsspiele erreicht. Im aktuellen Championat stehen nach drei Partien vier Punkte auf dem Konto des bevorstehenden Shooters-Ligawidersachers. Die Schwyzer unternehmen am Samstag derweil den dritten Versuch, um zu ihren ersten Meisterschaftszählern zu gelangen.

Matchtelegramm
HSG Ehrendingen Celtics – HSG Mythen-Shooters 46:31 (22:16). – Baden, Aue. – 67 Zuschauer. – SR: Baggenstos/Süess. – HSG Mythen-Shooters: Derler (2 Paraden)/Heller (3)/Sivanesan (3); Büeler (4 Tore), Henseler M. (3), Henseler P. (1), Kraft, Roos (3), Stalder M. (2/1), Stalder N. (8/5/), Staub E. (2), Staub J. (2), Suter (3), Weber Li. (3).
Strafen: 4×2 Min. gegen Ehrendingen; 1×2 Min. gegen Shooters. – Verhältnis verschossener Penaltys: 0:3.

Foto: Andy Scherrer (Archiv)

21. September 2025, Dino Beck | zur Vorschau