Die Mythen-Shooters patzen erneut nach der Pause
Die erste Herrenmannschaft der Mythen-Shooters erlitt am Samstag ein Déjà-vu der unschönen Sorte und liess nach einem ungenügenden Start in den zweiten Durchgang auch in Willisau durchaus mögliche Punkte liegen.
Wieder Schwächephase nach der Pause
«Das müssen wir dringend abstellen», hatte Shooters-Coach Christoph Tschannen nach der in der Vorwoche abgesetzten Niederlage in Muri betont. Gemeint war damit ein sich wiederholter ungenügender Start in den zweiten Durchgang, der die Shooters nach noch ansprechender erster Halbzeit in eine Situation brachte, in welcher die Punkte letztlich ausser Reichweite gerieten.
Nun, umgesetzt werden konnte diese Vorgabe des Coaches am Samstag beim wichtigen Auswärtsspiel gegen das vor dem Spiel lediglich mit drei Punkten mehr dagestandene Willisau nicht. Und so war am Ende wieder eine Schwächephase nach Wiederbeginn dafür verantwortlich, dass die Shooters letztlich das fünfte Mal in Folge ohne Zählbares blieben.
Shooters mit 0:8-Lauf
Der Reihe nach: Der Aufsteiger aus Innerschwyz zeigte auch am Samstag in der Willisauer Hallenbad wieder ansprechende erste 30 Minuten, die noch anfänglichen Schwächen in der Defensive wurden mit der Umstellung auf ein 3:2:1-System rasch entschärft, vorne lief die Angriffsmaschinerie zufriedenstellend. Ein Mini-Vorsprung stand zur Pause als gerechter Lohn für die gute erste Halbzeit, kurz nach Wiederbeginn betrug der Vorsprung dann auch mal zwei Einheiten. Dann aber schlichen sich vermehrt Fehler in den Auftritt der Gäste ein, welche die Luzerner immer wieder zu einfachen Toren nutzen konnten. Die nächste Schwächephase unmittelbar nach der Pause war so aus Shooters-Optik nicht mehr abzuwenden. In Zahlen ausgedrückt: Aus einem 21:21 nach 37 Minuten resultierte so bis eine Viertelstunde vor der Sirene eine 21:29-Hypothek, in jenen acht Minuten hatte sich dadurch das Duell zwischen dem Tabellenneunten und dem Vorletzten der Rangliste entschieden. Da half den Shooters auch die am Ende eigentlich erfreulich hohe Anzahl an Toren – 12 der 32 erzielten Treffer gingen aufs Konto des am Samstag erfolgreichsten Shooters-Werfers Yannis Ziswiler – nicht weiter. Zumal Spielertrainer Alex Suter nach Spielschluss gleichwohl nicht nur lobende Worte für die Wurfausbeute seiner Mannen finden konnte: «Eigentlich sollte man meinen, dass man mit 32 geschossenen Toren zufrieden sein kann. Doch heute hätten wir gut und gerne 40 Treffer schiessen müssen», musste Suter festhalten und sprach damit die insgesamt zu ungenügende Chancenauswertung an. Ein Beleg für diese lieferten etwa die vier vergebenen Möglichkeiten von der 7-Meter-Linie.
Nächstes Vier-Punkte-Spiel wartet
Mit der Niederlage in Willisau starteten die wichtigen Wochen, die für die Shooters-Handballer vor Weihnachten noch anstehen, denkbar schlecht. Immerhin bietet sich den Schwyzern schnell eine Gelegenheit zur Rehabilitation. Bereits am kommenden Samstag steht mit dem Auswärtsspiel beim TV Dagmersellen das nächste Duell mit einem Kontrahenten an, der sich derzeit in tabellarischer Reichweite zu befinden scheint. Das erste Vier-Punkte-Spiel innerhalb weniger Tage ging am Samstag nun verloren, das nächste steht aber also bereits wieder vor der Tür.
Matchtelegramm
STV Willisau – HSG Mythen-Shooters 36:32 (17:18). – Willisau, Hallenbad. – 150 Zuschauer. SR: Fallegger/Leu. – HSG Mythen-Shooters: Derler (3/1 Paraden)/Nauer (8/2 Paraden / 1 Tor); Annen (2 Tore), Dürrenmatt, Fischlin (4), Henseler M., Henseler P. (5), Kraft (1), Roos (2), Stalder M. (1), Staub J. (3), Ulrich, Weber Li. (1), Ziswiler (12).
Strafen: je 3-mal 2min. Verhältnis verschossener Penaltys: 3:4.
Foto: Andy Scherrer (Archiv)

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