Die Mythen-Shooters siegen wieder – und beenden gleich zwei Serien
Erstmals seit anfangs November konnte am Samstagabend das Herren-Fanionteam der HSG Mythen-Shooters wieder ein Spiel gewinnen. Kampf und Wille waren letztlich die entscheidenden Faktoren auf dem Weg zum Vollerfolg über die SG Kriens-Emmen.
Wende vor der Pause eingeleitet
Zwölf Spiele lang mussten die Shooters auf einen Punkt in der Meisterschaft warten, während Gegner Kriens-Emmen mit der Referenz von zehn ungeschlagenen Partien am Stück, davon neun Siege, in die BBZG-Halle gereist war. Nun, beide Serien gingen am Samstag zu Ende. Und dies, obschon die Partie zwischenzeitlich jenen Lauf zu nehmen schien, der eigentlich der gegenwärtigen Konstellationen der beiden Teams entsprochen hätte. So hatte der Gast aus dem Kanton Luzern bis zur 25. Minute mit 19:12 vorgelegt, bestrafte in jener Zeitspanne die einzige wirkliche Schwächephase der Gastgeber, die nach ausgeglichener Startviertelstunde etwas aus der Spur geraten waren und sich so in den folgenden zehn Spielminuten einen 3:9-Negativlauf einbrockten. Noch vor der Pause aber leiteten die Shooters die Wende zum Guten ein, kämpften sich schliesslich bis zur Halbzeit wieder auf drei Einheiten zurück, um kurz nach Wiederbeginn die Führung zu übernehmen, die sie hernach im restlichen Spielverlauf nur noch zwei Mal dem Gegner überlassen mussten. Passend zum Auftritt der Schwyzer Spielgemeinschaft fand diese darauf aber jeweils schnell eine Antwort. Das 34:33 in der 50. Minute erwies sich so als letztmalige Führung der Luzerner, wenig später hatten die Shooters wieder mit zwei Toren vorgelegt, jenes Polster brachten sie schliesslich auch über die Ziellinie.
Kampf und Wille als entscheidende Faktoren
Shooters-Coach Christoph Tschannen blickte nach dem knappen Sieg und dem engen Spielverlauf zunächst zurück auf vorangegangene Partien. Etwa auf den Auftritt zwei Wochen zuvor, als sich sein Team gegen die SG Horgen/Wädenswil ebenfalls lange Zeit auf Siegeskurs befunden hatte, am Ende aber trotzdem mit leeren Händen dastand. Auch davor hatte sich ein solches aus Schwyzer Optik unschönes Szenario immer mal wieder ereignet. Am Samstag meinte Tschannen nun: «Es hätte auch heute wieder so ausgehen können. Aber diesmal hat eben auch in der Schlussphase vieles gepasst». Besonders hervor hob der Coach etwa den Kampf und den Willen, den seine Mannschaft am Samstag zeigte, ebenso wie der stets vorhandene Glaube an den Sieg. Und: «In den wichtigen Momenten waren wir bereit, sei es mit einem Tor oder einer Torhüterparade». In der Tat registrierte Shooters-Keeper Silas Nauer in solchen wichtigen Szenen einige Big Saves, darunter einen vereitelten 7-Meter – dem insgesamt dritten in dieser Partie – in der vorletzten Spielminute, als beim da bereits bestehenden Schlussergebnis noch nicht alle Fragen über den Ausgang der Partie geklärt waren. Zum besten Werfer der Schwyzer avancierte am Samstag indes Patrick Henseler mit neun erfolgreichen Abschlüssen.
«Hat sich die Mannschaft verdient»
Im Kampf um den Ligaerhalt wird dieser erste Sieg seit dem 2. November und nach zuvor zwölf verloren gegangenen Spielen in Serie (voraussichtlich) zwar kaum mehr Wert als eine Randnotiz sein. Dafür ist der Rückstand auf die Barrageplätze bei acht Punkten und noch fünf ausstehenden Spielen zu gross. Darüber zu sinnieren vermochte man im Shooters-Lager nach diesem langersehnten Punktezuwachs aber (zurecht) nicht. Viel mehr meinte Christoph Tschannen: «Die Mannschaft hat sich dieses Erfolgserlebnis verdient. Ich freue mich für das Team». Der danach noch ausstehende Ausklang des Jubiläumsabends – das Spiel fand im Rahmen des zweiten Jubiläumstags zum 25-jährigen Bestehen der Handballspielgemeinschaft Mythen-Shooters statt – dürfte so selbstredend noch mehr Freude bereitet haben. Spätestens ab Montag aber wird der Fokus wieder dem Geschehen auf dem Handballfeld gelten, um die Vorbereitung auf das happige Programm aufzunehmen, das ab kommender Woche auf die Shooters warten wird. Mit den Gastspielen in Altdorf (Donnerstag) und Frick (Samstag) und der Heimpartie gegen Tabellenschlusslicht Seetal (18. März) tragen die Schwyzer Handballer demnächst gleich drei Spiele innerhalb von sechs Tagen aus. Ein regelrechtes Mammutprogramm, das die Shooters nun mit dem guten Gefühl eines Erfolgserlebnisses im Rücken in Angriff nehmen können.
Matchtelegramm
HSG Mythen-Shooters – SG Kriens-Emmen 40:38 (20:23). – Goldau, Berufsbildungszentrum (BBZG). – 222 Zuschauer. – SR: Baumann/Celentano. – HSG Mythen-Shooters: Derler/Nauer (10/3 Paraden); Büeler (2 Tore), Dürrenmatt (4), Fischlin (2), Henseler M. (2), Henseler P. (9), Roos (2), Speck, Stalder M. (3), Stalder N. (8/2), Staub E., Staub J., Suter (1), Weber Lu. (2), Ziswiler (5).
Strafen: 5-mal 2min. gegen Shooters; 4-mal 2min. gegen Kriens-Emmen; Verhältnis verschossener Penaltys: 1:3.
Foto: Livio Weber

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