Die Mythen-Shooters verpassen eine Überraschung nur hauchdünn

Das Herren-Fanionteam der HSG Mythen-Shooters schnupperte am Sonntag bis zuletzt an einer Überraschung gegen den Tabellenzweiten HSG EhrEndingen Celtics. Am Ende standen die Schwyzer Handballer trotz starker Vorstellung gleichwohl mit leeren Händen da.

«Hätten Punkt verdient»
«Frustrierend» sei es, meinte Shooters-Coach Christoph Tschannen nach dem Spiel. Nicht, weil sein Team soeben eine Leistung abgerufen hatte, für welche dieses Prädikat zutreffend gewesen wäre. Sondern deshalb, weil die Shooters eine Darbietung zeigten, mit welcher gegen den Tabellenzweiten «ein Punkt verdient gewesen wäre», hielt Tschannen fest. «Die Mannschaft hat unseren Matchplan praktisch über 60 Minuten gut umgesetzt, liess im Angriff den Ball gut laufen und verhielt sich auch in der Defensive zumeist so, wie wir das vorgängig besprochen hatten», fasste Tschannen den eigentlich gelungenen Auftritt, dem am Ende einzig die Krönung in Form von Zählbarem fehlte, zusammen.

Bis zuletzt dran
Wie nahe der Tabellenvorletzte bei seinem ersten Auftritt in diesem Jahr an einer Überraschung gegen den Zweiten der Rangliste stand, liess sich alleine mit Blick aufs Ergebnisbulletin dokumentieren: Mit Ausnahme des 0:1 lagen die Einheimischen in der BBZG-Halle bis zur 23. Minute nie in Rücklage, konnten ihrerseits auch mal mit zwei Treffern vorlegen. Ein Vorsprung von zwei Toren stand auch im zweiten Durchgang einige Male zu Buche, das letzte Mal nach 42 Minuten (26:24). In den folgenden Minuten kippte jedoch die Partie, die Spielgemeinschaft aus Ehrendingen und Wehntal übernahm wieder die Führung und baute diese wenig später ihrerseits auf zwei Einheiten aus. Es passte indes zum starken Auftritt der Shooters, dass sie sich auch davon nicht aus dem Konzept bringen liessen und sich so bis zuletzt im Spiel zu halten vermochten. So entschied erst der allerletzte Schwyzer Abschluss, der aus Zeitmangel aus höchst ungünstiger Position vorgenommen werden musste, diese Partie zu Ungunsten der Gastgeber, bei denen am Ende Patrick Henseler mit einer Bilanz von sieben Toren aus acht Versuchen zum erfolgreichsten Werfer avancierte.

«So reicht es gegen viele Gegner»
Und so musste Coach Christoph Tschannen nach dem Spiel hadern, statt über einen verdienten Punkt sprechen zu können. Etwa über zwei, drei Schiedsrichterentscheidung, die «in einem solch engen Spiel nun mal mitentscheidend sein können». Um dann nochmals zu betonen, dass es schlicht «frustrierend» sei, wenn man nach solch einer Leistung mit leeren Händen dastehen würde. Eines stellte der Shooters-Coach dann aber ebenfalls noch klar: «Mit einer solchen Darbietung wird es gegen so manchen Gegner zu Punkten reichen», ist Tschannen überzeugt. Umso mehr gelte es, die gegen den Tabellenzweiten abgerufene Leistung nun mit in die kommenden Matches zu nehmen. Der nächste davon steht bereits unmittelbar bevor, schon an diesem Mittwoch wartet mit dem Gastspiel bei der Zweitmannschaft des HSC Suhr Aarau wieder ein Ernstkampf auf die Shooters-Handballer.

Matchtelegramm
HSG Mythen-Shooters – HSG EhrEndingen Celtics 33:34 (17:18). – Goldau, Berufsbildungszentrum (BBZG). – 110 Zuschauer. – SR: Lütolf/Süess. – HSG Mythen-Shooters: Derler (6 Paraden)/Nauer (5/1); Bobrich (1 Tor), Büeler (2), Combertaldi, Fischlin, Henseler (7), Kraft, Roos (6/1), Stalder M., Stalder N. (6/2), Staub E. (2), Staub J. (3), Ulrich, Weber (1), Ziswiler (5).
Strafen: 5-mal 2min. gegen Shooters; 4-mal 2min. gegen EhrEndingen. Verhältnis verschossener Penaltys: 0:2.

Foto: Andy Scherrer / topsportfotografie.ch

18. Januar 2026, Dino Beck | zur Vorschau