Die Shooters halten gut mit, verlieren aber trotzdem

Die erste Herrenmannschaft der HSG Mythen-Shooters hat sich nach nur einem Auftritt aus dem Schweizer Cup verabschieden müssen. Im Duell zweier 1. Ligisten unterlagen die Schwyzer der SG Uster/Stäfa, obschon sie über weite Strecken gut mit dem Gegner mitzuhalten vermochten.

Start- und Schlussphasen gaben den Ausschlag
Das Ergebnisbulletin sprach am Mittwochabend eine eindeutige Sprache und zeigte auf, in welchen Phasen sich diese Partie zu Ungunsten der Schwyzer Spielgemeinschaft entschieden hatte: Bis zum ersten Gästetreffer dauerte es in der Frohberg-Halle zu Stäfa fast sieben Minuten (1:3), der letzte Abschnitt vor und der erste nach der Pause endeten mit Scores von 4:0 und 4:1 für die Einheimischen, und in den letzten vier Minuten vor dem Ende besiegelte ein 1:5-Lauf der Gäste definitiv die Niederlage der Schwyzer Handballer.
Zwischen jenen schwachen Start- und Schlussphasen lieferten die Shooters indes eine Darbietung, die Coach Trainer Christoph Tschannen nach Spielschluss dazu bewog, von «einem richtig guten Spiel» zu sprechen. In der Tat vermochten sich die Gäste nach der unglücklichen Startphase ein erstes Mal zu steigern, zwangen den Gegner bei dessen Offensivbemühungen zu einigen Ungenauigkeiten und konnten so ihrerseits auch mal mit drei Toren vorlegen (12:9). Und als die schwache Schluss- und Startphase rund um die Halbzeitpause den Gästen erneut einen deutlicheren Rückstand einbrockte (14:19, 37’), fiel die Antwort darauf abermals überzeugend aus, was die Shooters wieder auf Schlagdistanz mit dem Gegner brachte. Zwei Mal gelang den Gästen gegen den in der Liga noch ungeschlagenen Kontrahenten so der Anschluss, auch die Chance auf den Ausgleich wäre da vorhanden gewesen, ehe die wiederum ungenügende Schlussphase das Spiel definitiv in die für die Shooters unschöne Richtung lenkte. «Da fehlt es uns noch etwas an Cleverness», sah Tschannen einen weiteren Grund für die Niederlage seines Teams, bei welchem sich am Mittwoch Yannis Ziswiler als erfolgreichster Torschütze auszeichnen konnte (8 Tore).

«Die guten Phasen zusammennehmen»
So war diese dritte Niederlage im dritten Pflichtspieleinsatz zwar deshalb ärgerlich, weil durchaus die Möglichkeit bestanden hatte, zum ersten Mal seit dem 1. Liga-Aufstieg in einem Ernstkampf ein Erfolgserlebnis zu realisieren. Christoph Tschannen sah aber gleichwohl auch positive Aspekte aus diesem Auftritt: «Man hat erneut gesehen, dass wir mithalten können», so der Coach, der sich bei seiner Aussage auch darauf bezog, dass sein Team bislang in allen Spielen viele gute Perioden gezeigt habe, in denen es gelang, sich auf Augenhöhe mit dem jeweiligen Gegner zu bewegen. «Diese guten Phasen müssen wir nun komprimieren und das Positive mitnehmen», lautet nun gemäss dem Coach die Devise für die kommenden Aufgaben. Die nächste wartet bereits an diesem Samstag. In der Meisterschaft kommt es in der heimischen BBZG-Halle zum Duell mit Spitzenteam HSG Siggenthal/Baden-Endingen.

Matchtelegramm
SG Uster/Stäfa – HSG Mythen-Shooters 31:26 (13:12). – Schweizer Cup, Hauptrunde. – Stäfa, Frohberg. – 37 Zuschauer. SR: Aleksic/Joss. – HSG Mythen-Shooters: Derler (6 Paraden)/Nauer (4); Fischlin, Henseler M. (2 Tore), Henseler P., Kraft (2), Roos (4), Stalder M., Stalder N. (6/3), Staub E. (1), Staub J., Suter (2), Weber Lu. (1), Ziswiler (8).
Strafen: 3×2 gegen Uster/Stäfa. 2×2 gegen Shooters. Verhältnis verschossener Penaltys: 0:1.

25. September 2025, Dino Beck | zur Vorschau