Die Shooters-Handballer zeigen die angestrebte Reaktion
Der ersten Herrenmannschaft der HSG Mythen-Shooters gelang am Samstag die geforderte Rehabilitation für den missglückten Saisonauftakt auf überzeugende Art und Weise und mit einem auch in der Höhe verdienten Sieg gegen den vormaligen Aufstiegsrundenteilnehmer SG Städtli-Baden.
Konsequent und fokussiert
«Wir haben heute unbedingt eine Reaktion zeigen wollen», erklärte Shooters-Coach Christoph Tschannen nach dem Spiel mit Blick auf den vor allem im Angriff gehörig missglückten Auftritt aus der Woche davor, als sein Team zum Liga-Auftakt eine keinesfalls zwingende Niederlage gegen Handball Züri Unterland hatte hinnehmen müssen. Und durfte in seiner Analyse dann sogleich erfreut festhalten, dass jenes Unterfangen absolut geglückt war. Schlicht als «schön» bezeichnete der Übungsleiter der Schwyzer Spielgemeinschaft den Auftritt seiner Mannen und fasste diesen damit kurz und bündig, aber durchaus treffend zusammen. Schön, weil die Shooters im Vergleich zum Auftritt vor sieben Tagen diesmal von Beginn an und über die volle Spielzeit hinweg konsequent und fokussiert bei der Sache waren. Schön, weil die Gäste in der Badener Aue-Halle bei einem Grossteil der 1:1-Duelle als Sieger hervorgingen. Schön, weil die Shooters am Samstag von allen Positionen zu Torerfolgen gelangten, insbesondere auch über die Aussen. Und schön, weil die Schwyzer ihr Tempo- und Umschaltspiel immer wieder gut umzusetzen vermochten. Auch jene eigentliche Stärke der Schwyzer Handballer blieb bei der Auftaktniederlage vor Wochenfrist noch weitgehend unsichtbar, am Samstag erwies sie sich aber als einer der wichtigsten Faktoren auf dem Weg zum ersten Meisterschaftssieg der noch jungen Saison, dem die Shooters spätestens ab der 18. Minute und ihrer erstmaligen deutlicheren Führung (12:7) ungefährdet entgegensteuerten.
Starke Mannschaftsleistung
Zu den vielen erfreulichen Fakten aus diesem Duell mit der SG Städtli-Baden, die in der Vorsaison noch lediglich wegen eines erzielten Treffers zu wenig die 1. Liga-Promotion verpasst hatte, gehörte auch das starke Schwyzer Kollektiv. Die entsprechend ausgeglichene Scorerliste wurde letztlich von Nicolas Stalder mit acht erfolgreichen Abschlüssen angeführt, dahinter folgten gleich neun Akteure mit zwei oder mehr Treffern. Und zwischen den Pfosten sorgte Torhüter Matthias Derler – unter anderem musste er sich bei keinem der insgesamt vier Penalty-Versuchen der Aargauer bezwingen lassen – mit einigen wichtigen Paraden für zusätzliche Sicherheit im insgesamt über weite Strecken ohnehin soliden Defensivverbund der Schwyzer.
«So ist vieles möglich»
Für Christoph Tschannen war nach der Partie klar: «Mit einer solchen Leistung hätten wir auch vor einer Woche gewonnen». Statt zurück richtete der Coach seinen Blick danach aber nach vorne und auf die nächste Aufgabe, die auf sein Team am kommenden Samstag mit einem Heimspiel in Brunnen gegen die SG Mutschellen-Wohlen wartet. Auf diese schaut Tschannen durchaus optimistisch, wenn die Darbietung vom Baden-Spiel als Massstab genommen werden kann. «Dann dürfen wir sicher positiv gestimmt sein. Mit einer Leistung wie heute scheint ohnehin vieles möglich», ist der Shooters-Coach überzeugt.
Matchtelegramm
SG Städtli-Baden – HSG Mythen-Shooters 27:38 (13:17). – Baden, Aue. – 38 Zuschauer. – SR: Bieri/Jud. – HSG Mythen-Shooters: Derler (12/4 Paraden)/Schmid; Büeler (5 Tore), Dürrenmatt (3), Fischlin (2), Henseler M., Henseler P. (5), Roos (2), Stalder M. (2), Stalder N. (8/3), Staub E. (3), Weber Li. (6), Weber Lu. (2). Strafen: je 4-mal 2min. Verhältnis verschossener Penaltys: 4:0.
Foto: Andy Scherrer (Archiv)

Handball Emmen a
BSV Borba Luzern
HSG Mythen-Shooters
BSV Stans 2
SG Mutschellen-Wohlen
SG Städtli-Baden
KTV Muotathal
Handball Züri Unterland
HSG Lenzburg 1
TV Muri 2
SG Albis Foxes Handball