Die Shooters-Handballer zeigen Reaktion, punkten aber wieder nicht
Das Herren-Fanionteam der HSG Mythen-Shooters hat am Samstag eine starke Antwort auf die zuletzt schwachen Auftritte abgegeben. Zu einem Erfolgserlebnis gegen die SG Horgen/Wädenswil reichte es gleichwohl nicht.
In der Schlussphase kippte Spiel
Die Partie in der Brunner Sporthalle fand im Rahmen des 25-Jahr-Jubiläums der Handballspielgemeinschaft Mythen-Shooters statt. Lange Zeit schien es, als könnte zum Abschluss des mit einigen Festivitäten und Attraktionen geschmückten Heimspieltages auch die erste Herrenmannschaft feiern: So bewegte sich das Heimteam lange Zeit auf der Siegerstrasse, legte mit einer 5:2-Führung nach sechs Minuten schon einen vielversprechenden Start hin, reagierte später auch auf die für längere Zeit einzige wirkliche Schwächephase, die in einem 0:5-Lauf und dem erstmaligen Rückstand mündete (8:9, 20’), stark, riss die Führung so schnell wieder an sich, um diese schliesslich in der zweiten Halbzeit auf vier Tore auszubauen (25:21, 41’). Und auch darüber, was die Shooters in der restlichen Spielzeit zeigten, konnte man den Schwyzern eigentlich keinen grossen Vorwurf machen. Ganz an die bis dahin über weite Strecken starke Leistung anzuknüpfen vermochten die Gastgeber dann aber doch nicht. «In den entscheidenden Phasen machen wir wieder den einen oder anderen Fehler zu viel», musste Shooters-Coach Christoph Tschannen so nach dem Spiel festhalten, wobei er dies auch auf im Vergleich zum Gegner fehlende Routine zurückführte. Tatsächlich konnte Horgen/Wädenswil auf zwei bis drei Akteure zählen, die gerade in den entscheidenden Momenten das Spiel der Zürcher mit der nötigen Ruhe und Cleverness zu orchestrieren wussten. Und so ihrem Team eben auch dazu verhalfen, das Spiel doch noch auf die für sie richtige Seite und dem anhand der Tabellensituation – die SG Horgen/Wädenswil gastierte am Samstag als Ranglistensechster beim Vorletzten der 13er-Gruppe – zu erwarten gewesenen Ausgang zu führen. So hatten die Gäste mit dem Ausgleich nach 49 Minuten die Wende eingeleitet, die sie schliesslich in der verbleibenden Spielzeit vollendeten, wobei die Shooters bis tief in die ultimative Schlussphase hinein noch auf einen Punkt hoffen durften, der anhand der gezeigten Leistung auch keineswegs unverdient gewesen wäre. Tatsächlich vermochten die Einheimischen am Samstag in vielen Sparten zu gefallen, dazu zählte auch der kämpferische Einsatz. Sinnbildlich dafür stand mit Sandro Büeler der am Samstag beste Werfer der Schwyzer (sechs Tore aus sechs Versuchen), der am Kreis sowohl defensiv als auch im Angriff mit viel Biss und Kampfgeist agierte.
Zufrieden und gleichzeitig frustriert
Auch für Christoph Tschannen wäre der erste Punktezuwachs seit nunmehr zwölf Spielen am Stück keineswegs unverdient gewesen. So betonte der Shooters-Coach auch, dass man wohl mit deutlich mehr Zählern dastehen würde, wären seinem Team solche Darbietungen öfter gelungen. Entsprechend zeigte er sich mit dem am Samstag Gezeigten auch zufrieden. «Wir haben die angestrebte Reaktion auf die zuletzt schwachen Leistungen abrufen können», merkte Tschannen in seiner Analyse an. In der Tat zeigten sich die Shooters im Vergleich zu den Auftritten davor klar verbessert, das galt sowohl mit Blick auf die Darbietung im Derby beim KTV Muotathal vor zwei Wochen oder das sieben Tage zuvor ausgetragene Spiel bei Leader Siggenthal, wo es für die Shooters die höchste Saisonniederlage abgesetzt hatte. Umso enttäuschter zeigte sich Tschannen deshalb, dass es am Samstag trotz der genannten starken Reaktion nicht zu Zählbarem reichte. «Zufrieden mit der Leistung, aber frustriert darüber, dass es wieder nicht gereicht hat», fasste der Coach seine Gemütslage zusammen. Seinem Team bietet sich nun in zwei Wochen die nächste Chance auf die ersten Punkte seit anfangs November. Am 7. März empfangen die Shooters in der BBZG-Halle die SG Kriens-Emmen. Auch dieses Spiel wird nochmals Teil der 25-Jahr-Feierlichkeiten der Mythen-Shooters sein, dann im Rahmen des Goldauer Jubiläumstages. Bleibt zu hoffen, dass es dann auch für das Herren-Fanionteam etwas zu feiern geben wird – in Form von Punkten…
Matchtelegramm
HSG Mythen-Shooters – SG Horgen/Wädenswil 32:34 (16:14). – Brunnen, Sporthalle. – 250 Zuschauer. SR: Schmid/Walther. – HSG Mythen-Shooters: Derler/Nauer (11 Paraden); Büeler (6 Tore), Dürrenmatt (1), Fischlin, Henseler M. (3), Henseler P. (5), Kraft, Roos (3), Stalder M., Stalder N. (5/2), Staub E. (2), Staub J. (2), Ulrich, Weber Lu. (1), Ziswiler (4).
Strafen: 8-mal 2min. gegen Shooters; 4-mal 2min. gegen Horgen/Wädenswil. – Verhältnis verschossener Penaltys: 2:0.
Foto: Andy Scherrer / topsportfotografie.ch

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