Die Shooters unterliegen dem Aufstiegsaspiranten letztlich deutlich

Das Herren-Fanionteam der HSG Mythen-Shooters konnte am Samstag eine Halbzeit lang mit Spitzenteam Siggenthal/Baden-Endingen mithalten. Am Ende unterlagen die Schwyzer Handballer aber deutlich.

An starke Abwehrarbeit angeknüpft
Ja, man war sich im Shooters-Lager sehr wohl bewusst, welch harter Brocken am Samstag in der BBZG-Halle mit der HSG Siggenthal/Baden-Endingen warten würde. Coach Christoph Tschannen etwa sprach im Vorfeld der Partie vom Aufeinandertreffen mit dem Gruppenfavoriten. Und nachdem dieses Kräftemessen gespielt war und sich eben jener Gruppenfavorit letztlich klar durchgesetzt hatte, meinte Spielertrainer Alex Suter: «Wir haben heute gegen einen sehr starken, wenn nicht den stärksten Gegner in unserer Gruppe gespielt». Dass es seinem Team gleichwohl gelang, eine Halbzeit mit dem unter anderem auch körperlich imposanten Kontrahenten aus dem Kanton Aargau, der in den vergangenen beiden Spielzeiten mit der Teilnahme an den Aufstiegsspielen jeweils an die Tür zur NLB klopfte, mitzuhalten, führte Suter auf die starke Abwehrarbeit seiner Equipe zurück. «In der Defensive haben wir dort angeknüpft, wo wir am Mittwoch aufgehört haben», zeigte sich der Spielertrainer mit Blick auf das vier Tage davor ausgetragene Cup-Spiel bei 1. Ligist Uster/Stäfa (26:31-Niederlage) sehr zufrieden.

«Haben aufgehört zu verteidigen»
Gegner Siggenthal/Baden-Endingen stand gleichentags ebenfalls im Schweizer Pokal-Wettbewerb im Einsatz und zwang dort ein Team aus der zweithöchsten Spielklasse an den Rand einer Niederlage. Das alleine sagte schon genügend aus für die Stärke der Aargauer, die in Goldau letztlich ihrer Favoritenrolle in diesem Duell zwischen dem Aufsteiger und dem Aufstiegsanwärter dann auch doch noch gerecht wurden, auch weil die Einheimischen es verpassten, den guten Auftritt aus der ersten Halbzeit bis zuletzt durchzuziehen. Ein Mangel im Auftritt der Einheimischen war einerseits die Offensive, in der Spielertrainer Suter zurecht die teilweise fehlende Dynamik bemängelte. «Und wir haben in der zweiten Halbzeit aufgehört zu verteidigen», ärgerte sich der Schwyzer Übungsleiter. In die Reihe der defensiven Unzulänglichkeiten gesellte sich auch das Rückzugsverhalten, im zweiten Durchgang war die Anzahl an Minustreffer durch Aargauer Gegenstösse hoch, einige Treffer fielen auch ins verlassene Shooters-Gehäuse, als die Gäste die 7:6-Variante mit zusätzlichem Feldspieler im Angriff zur Anwendung brachten. «Mit dieser Umstellung haben wir immerhin zum Toreschiessen zurückfinden können», bilanzierte Suter. Am treffsichersten zeigten sich am Samstag Jan Roos und Nicolas Stalder, die sich mit je sechs Toren die Auszeichnung des besten Shooters-Scorers teilten.

Nach der Pause folgen die Derbys
Nach dieser Niederlage müssen die Shooters-Herren weiterhin auf die ersten Punkte in der 1. Liga warten. Bis sich die nächste Chance darauf ergibt, dauert es nun bis am 18. Oktober, ehe ihr nächster Pflichtspieleinsatz wartet. Auf dem Programm steht dann mit dem Urschweizer Derby in Goldau gegen Altdorf ein echter Knaller, gefolgt vom Duell mit Kantonsrivale Muotathal eine Woche später, das ebenfalls in der BBZG-Halle steigen wird. Noch aber sind diese Derbys drei respektive vier Wochen entfernt, die nun anstehende längere spielfreie Phase will Suter nutzen, um weiter an Routine gewinnen zu können. «Das wollen wir mit viel Spielen im Training erreichen», so der Trainer. Um dann gut gerüstet in die Derby-Wochen zu steigen.

Matchtelegramm
HSG Mythen-Shooters – HSG Siggenthal/Baden-Endingen 23:36 (9:13). – Goldau, Berufsbildungszentrum (BBZG). – 66 Zuschauer. SR: Andreoli/Leu. – HSG Mythen-Shooters: Derler (4 Paraden)/Heller (3)/Sivanesan (1); Dürrenmatt, Fischlin (1 Tor), Henseler M. (3), Henseler P. (3), Kraft (1), Roos (6), Speck, Stalder M. (1), Stalder N. (6/3), Staub E., Staub J., Suter (1), Weber Li. (1).
Strafen: je 2-mal 2. Verhältnis verschossener Penaltys: 0:0.

Foto: Andy Scherrer

28. September 2025, Dino Beck | zur Vorschau