Ein Drama ohne Happy End

Lange Zeit deutete am Samstag beim ersten Meisterschaftsauftritt der Shooters U18-Inter-Juniorinnen kaum etwas auf Schwyzer Punkte hin. Dann plötzlich wäre ein solcher doch noch in Griffweite gelegen…

Und plötzlich wurde es richtig dramatisch
13 Sekunden waren in der Goldauer BBZG-Halle noch zu spielen, als ein Foulpfiff, der mit einer Roten Karte gegen die Gegner aus Emmen bewertet wurde, und dem damit dem Regelwerk entsprechenden Penalty für die Shooters sich diesen plötzlich die Chance auf den Ausgleich und damit höchstwahrscheinlich zum Punktgewinn bot. Doch der Sieben-Meter verfehlte sein Ziel, kurze Zeit später jubelte Emmen darüber, einen eigentlich komfortabel wirkenden Vorsprung doch noch über die Zeit gezittert zu haben.
Ja, die Führung der Gäste schien sich mit wenigen Ausnahmen tatsächlich stets auf sicheren Bahnen zu bewegen. Schon nach knapp drei Minuten legten die Luzernerinnen ein erstes Mal mit vor (3:0), später führten die Gäste auch mit 12:8 (16‘), 16:10 (21‘) oder zur Pause mit 20:15. In ähnlichem Masse bewegten sich die Ergebnisse auch nach dem Seitenwechsel. Dazwischen lagen zwar immer wieder kurze Aufbäumen der Shooters, die es so verstanden, den Rückstand zu verkürzen. Doch immer dann, wenn die Schwyzerinnen drauf und dran waren, den Anschluss herzustellen, vermochte Emmen darauf die richtige Antwort zu geben und nutzte dabei auch einige Unzulänglichkeiten im Shooters-Auftritt. Die Luzernerinnen, die in spielerischer Hinsicht doch etwas die feinere Klinge führten als die Einheimischen, schienen so relativ sicher dem Sieg entgegenzusteuern. Auch als die Shooters drei Minuten vor der Sirene den Rückstand nochmals auf drei Tore zu verkürzen vermochten, schien dies aufgrund des bisherigen Spielverlaufs eher Ergebniskosmetik gleichzukommen. Bis dann die dramatische ultimative Schlussphase folgte. Die für die Schwyzerinnen ohne Happy End blieb.

Kein Grund, sich zu verstecken
Nein, zu verstecken brauchen sich die U18-Juniorinnen nach ihrem ersten Auftritt in der Inter-Klasse keineswegs. Wer einen durchaus renommierten Gegner wie Emmen derart zu fordern weiss und es überdies auch noch schafft, sich in dieser Form in eine Partie zurück zu kämpfen, der darf sich durchaus eine genügende Note abholen, auch wenn es am Ende nicht zu einem Erfolgserlebnis in Form von Punkten reichte. Mit einer solchen Leistung dürfte Handball Emmen nicht das letzte Team gewesen sein, das mit den Shooters als Gegner so seine Schwierigkeiten haben wird. Das gilt auch für die SG Zürisee, die am nächsten Samstag in der Wädenswiler Glärnisch-Halle als nächster Kontrahent der Schwyzerinnen wartet.
Die Aufstellung:
Heinzer; Baumann, Ceberg, Denes, Montalta, Pivarciova, Rickenbach, Schelbert, Schobinger, Ulrich.

 

10. September 2023, Dino Beck | zur Vorschau