Ein starkes Wochenende ohne Happy End
Die Shooters U16-Inter-Juniorinnen zeigten an ihrem Doppelwochenende zwei starke Leistungen. Der Lohn dafür fiel mit einem Sieg und einer höchst unglücklichen Niederlage spärlich aus.
Starke Angriffsleistung in der Romandie
Am Samstag stand für die Shooters die weite Fahrt nach Gland auf dem Programm. Allfällige Reisestrapazen waren den Schwyzerinnen bei ihrem Gastspiel gegen die SG Genève/TCGG/Nyon aber nicht anzumerken. So riefen sie einerseits eine praktisch über die gesamte Spielzeit starke Deckungsarbeit ab, wobei sie da die noch anfänglichen Probleme bei gegnerischen Sperren rasch unter Kontrolle bringen konnten.
Noch mehr heraus stach derweil die Angriffsleistung der Shooters: So zeigten sich die Gäste in der Offensive äusserst variabel und hatten auf sämtliche Abwehrsysteme, die der Gegner anwendete, sogleich eine richtige Antwort bereit. Die wenigen technischen Fehler, die starke Abschlussquote (60%) und der Fakt, dass sich die Shooters von allen Positionen torgefährlich zeigten, unterstrichen die am Samstag einwandfreie Darbietung in der Offensive.
Zum positiven Auftritt der Schwyzerinnen passte auch, dass sich diese auch von kleinen Rückschlägen, wie etwa einem Drei-Tore-Rückstand kurz vor Beginn der Schlussviertelstunde, nicht aus der Ruhe bringen liessen. Innerhalb von lediglich knapp drei Minuten eroberten sich die Shooters da die Führung zurück. In der Folge gerieten sie bis zum Schluss nie mehr in Rücklage.
Viel Dramatik am Sonntag
Nur rund 22 Stunden nach Abpfiff der Partie in Gland standen die U16-Juniorinnen wieder im Einsatz, diesmal in der heimischen BBZG-Halle gegen den HV Herzogenbuchsee. Auf dem Papier standen die Shooters mit den zweitklassierten Bernerinnen da einer weitaus höheren Hürde gegenüber als am Vortag den mittlerweile auf den letzten Tabellenplatz abgerutschten Westschweizerinnen. Dafür sprach auch das Hinspiel, in welchem die Shooters gleich mit 11:37 unter die Räder gekommen waren.
Nun, eine derart einseitige Angelegenheit wurde es am Sonntag bei weitem nicht mehr. Viel mehr ereignete sich diesmal eine höchstspannende und vor allem attraktive Affiche. Dafür verantwortlich war vorwiegend der starke Auftritt der Einheimischen, die es diesmal verstanden, sich mit dem Gegner, der notabene mit demselben Personal antrat wie noch im ersten Aufeinandertreffen von Ende Januar, auf Augenhöhe zu bewegen. Mit dem agilen Angriff fanden die Shooters stets ein Mittel gegen die offensiv ausgerichtete Abwehr der Gäste. So war den Gastgeberinnen, abgesehen von manchmal fehlender Geduld oder der einen oder anderen technischen Unzulänglichkeit zu viel, offensiv kaum etwas anzukreiden. Als Belohnung dafür durften die Shooters bis zuletzt auf weitere Punkte hoffen, hielten sich über 60 Minuten äusserst hartnäckig im Spiel und mussten sich nie höher als mit vier Toren distanzieren lassen. Schliesslich gelang den Schwyzerinnen in der Schlussphase gar der neuerliche Ausgleich zum 25:25, jenes Ergebnis sollte bis in die letzte Minute Bestand halten. Dann hätte sich den Shooters im vermeintlich letzten Angriff gar die Chance auf die Führung geboten. Der Abschluss blieb aber im gegnerischen Block hängen, daraus entstand ein Gegenstoss, den die Bernerinnen souverän verwerteten. Weil danach das schnelle Shooters-Anspiel durch Laufen durch den Anspiel-Kreis verhindert wurde, hatte dies eine Rote Karte gegen die betroffene Herzogenbuchsee-Spielerin und einen Sieben-Meter für die Shooters zur Folge. Jene Chance liessen die Schwyzerinnen aber ungenutzt.
Mannschaft darf trotz allem stolz sein
So verpassten es die Shooters am Sonntag zwar, sich für eine ihrer stärksten Saisonleistungen zu belohnen. Und in der Endabrechnung wäre ein Remis wohl auch das gerechte Ergebnis gewesen. Dass mit der Niederlage vom Sonntag der Abstieg aus der Inter-Klasse praktisch besiegelt ist, macht die Sache logischerweise noch unglücklicher. Im letzten Saisonspiel gegen Visp-Visperterminen, das den zum Klassenerhalt berechtigten vierten Platz belegt, müssten die Shooters nun zwei Punkte und vor allem eine um 53 Treffer schlechtere Tordifferenz aufholen.
Trotz all dieser unschönen Fakten darf die Mannschaft gleichwohl stolz sein auf das, was sie am Wochenende und eben speziell auch am Sonntag gezeigt hat. Die positive Entwicklung dieser Truppe war dabei gut sichtbar. Und nicht vergessen werden darf nebenbei auch, dass die Partie vom Sonntag für einige Spielerinnen bereits das dritte Spiel vom Wochenende (aufgrund von Einsätzen in der U18 oder U14) gewesen war. Das hebt diese starke Leistung gleich nochmals positiver hervor. Im Moment des (so gut wie sicheren) Abstiegs wird dies alles zwar nur ein schwacher Trost sein. Mit etwas Abstand wird die Mannschaft aber hoffentlich gleichwohl stolz sein auf das, was sie in diesen zwei Tagen gezeigt hat. Es wäre nur allzu gerechtfertigt!
Die Aufstellungen:
Spiel TCGG/Nyon/Genève:
Schneeberger; Bürgi, Gwerder C., Gwerder V., Herzig, Küttel E., Küttel K., Metaj, Müller, Nideröst, Pütter, Schibli, Waser.
Spiel Herzogenbuchsee:
Schneeberger; Bürgi, Gwerder C., Herzig, Küttel E., Küttel K., Metaj, Müller, Nideröst, Pfister, Pütter, Schibli, Waser.
Der HC Goldau dankt an dieser Stelle herzlich seinem Gönnerverein club84, der im Rahmen seiner grosszügigen Unterstützung zu Gunsten der Juniorenabteilung die Kosten für die Zugreise der Shooters U16-Juniorinnen nach Gland übernahm.
Apropos Zugfahrt: Auf der Rückreise stieg die Mannschaft in Gland aufgrund eines Gleiswechsels versehentlich in den falschen Zug ein. Später stellte sich dann heraus, dass es durch die aktuelle Verkehrslage mit einigen Verspätungen nur durch diesen Fauxpas möglich war, den Anschlusszug noch zu erreichen. Schliesslich durfte die Mannschaft den Grossteil der Rückreise sogar noch in der 1. Klasse verbringen, da die Auslastung in der 2. Klasse schlicht zu hoch war. Es war eben in jeder Hinsicht ein spannender Ausflug für unsere U16-Juniorinnen nach Gland😊
SG Handball Emmen
SG Stans/Altdorf
GC Amicitia Zürich
HSG Mythen-Shooters
SG Uster/Volki/Oberland/SGZ- O
SG Zürisee 2
SG Handball Basel-Stadt +
HV Herzogenbuchsee
TSV Frick 2
SG Visp-Visperterminen
SG Genève /TCGG/ Nyon