Eine bittere Pille für die Mythen-Shooters

Das Shooters-Fanionteam machte bei seinem Gastspiel gegen den punktgleichen Tabellennachbarn Kriens-Emmen vieles richtig, stand am Ende aber trotzdem mit leeren Händen da.

Einige technische Fehler zu viel
Nein, einen wirklichen Vorwurf machen mochte Spielertrainer Alex Suter seinem Team nicht. «Unser Rückraum performte sehr gut und auch in der Abwehr agierten wir mit der nötigen Härte», lobte Suter. Auch durch diese Attribute gelang es seinem Team, das Geschehen in der Krienser Meiersmatt-Halle bis zuletzt offen zu halten. In der Schlussphase bekamen die Luzerner indes Oberwasser, auch weil sich auf Shooters-Seiten der eine oder andere technische Fehler zu viel einschlich. Fehlendes Wettkampfglück und auch einige Entscheidungen der Schiedsrichter, die gerade so gut anders hätten ausgelegt werden können, waren weitere Gründe dafür, dass die Shooters am Ende trotz ansprechender Vorstellung ohne Punkte dastanden.

Shooters gaben Ton an
Umso bitterer war dieser Verlustgang, da er sich über die komplette Partie hinweg kaum abzeichnete. Und dies, obschon die Shooters personell einiges zu überstehen hatten: So kann Spielertrainer Alex Suter aufgrund eines Wadenbeinbruchs derzeit nur auf der Bank mittun, und nach einer Viertelstunde fiel in Kriens auch noch Topscorer Nicolas Stalder mit einer Fussverletzung aus. Die Zeichen standen gleichwohl lange auf Schwyzer Erfolg, mit dem von Suter gelobten Rückraum – angeführt vom am Samstag besten Shooters-Scorer Patrick Henseler (10 Tore aus 13 Versuchen) – und der ebenfalls angesprochenen guten Abwehrarbeit legten die Gäste die Basis für eine erste Halbzeit, in welcher sie bis auf das 0:1 nie in Rücklage gerieten, dafür auch mal mit drei Toren vorlegen konnten. Nach dem Seitenwechsel stand der Schwyzer Vorsprung schliesslich sogar auch mal bei vier Einheiten (22:18, 42’). «Wir haben grösstenteils den Ton angegeben», analysierte so auch Alex Suter treffend. Doch nach der höchsten Führung in diesem Spiel folgte die schwächste Phase im Shooters-Auftritt, der Vorsprung war innerhalb der folgenden acht Minuten bereits wieder aufgebraucht, ehe in der verbleibenden Spielzeit die dritte Niederlage am Stück besiegelt wurde.

Am Sonntag ein Spitzenteam, danach folgen die nächsten Vier-Punkte-Spiele
Durch diese Niederlage hat es das Herren-Fanionteam verpasst, die direkten Abstiegsplätze zu verlassen, bleibt so in der Rangliste auf dem vorletzten Platz sitzen. Ein echtes Vier-Punkte-Spiel war es also, welches die Shooters am Samstag in Kriens bestritten. Die nächsten davon werden mit Blick auf den Abstiegskampf schon zeitnah folgen: Nach dem nun bevorstehenden Gastspiel bei Spitzenteam Muri vom kommenden Sonntag warten an den darauffolgenden Wochenenden die (Auswärts-)Spiele in Willisau und Dagmersellen und damit den gegenwärtigen Neunten und Zehnten der Rangliste. Jene Spiele gegen die im Kampf um den Ligaerhalt direkten Konkurrenten dürften so etwas wie die Höhepunkte bilden im für die Shooters intensiven Endspurt des laufenden Kalenderjahres, welches für die Schwyzer Handballer erst am 20. Dezember mit dem Rückspiel gegen Muri in der Brunner Sporthalle endet.

Matchtelegramm
SG Kriens-Emmen – HSG Mythen-Shooters 31:29 (14:15). – Kriens, Meiersmatt. – 31 Zuschauer. – SR: Kiefer/Lorenzen. – HSG Mythen-Shooters: Derler/Nauer (10 Paraden/1 Tor); Büeler, Dürrenmatt, Fischlin (3/3 Tore), Henseler M., Henseler P. (10), Kraft, Roos (1), Schorno, Stalder M. (1), Stalder N. (3/1), Staub J. (4), Weber Li. (2), Ziswiler (4). Strafen: 2-mal 2min. gegen Kriens-Emmen. 3-mal 2min. gegen Shooters. Verhältnis verschossener Penaltys: 0:0.

Foto: Andy Scherrer (Archiv)

23. November 2025, Dino Beck | zur Vorschau