Eine dezimierte Shooters-Mannschaft verkauft ihre Haut teuer
Die erste Herrenmannschaft der Mythen-Shooters musste am Sonntag beim Gastspiel in Muri einige Ausfälle wegstecken. Den Favoriten vermochten die Schwyzer Handballer aber auch so phasenweise zu fordern.
Lange Absenzenliste
Die Liste der Anwesenden las sich vor dem sonntäglichen Gastauftritt in der Bachmatten-Halle auf Shooters-Seite lang: Die Ausfälle betrafen vor allem die Rückraumpositionen, gleich vier Spieler standen den Shooters da verletzungs- oder krankheitsbedingt nicht zur Verfügung, darunter Spielertrainer Alex Suter oder Topscorer Nicolas Stalder.
Das von jenem Mannschaftsteil noch vorhandene Personal verrichtete seine Sache derweil durchaus vielversprechend: So führte Matthias Stalder auf der Mittelposition über 60 Minuten Regie, Patrick Henseler auf der Zweier-Position war am Sonntag erfolgreichster Shooters-Werfer (9 Tore), Yannis Ziswiler auf der anderen Rückraumseite wurde nach dem Spiel bei der vom TV Muri durchgeführten Best Player-Ehrung zum besten Spieler auf Shooters-Seite ausgezeichnet. Derweil durfte sich Tom Ulrich – auch er ein Rückraumakteur – über ein gelungenes Pflichtspieldebut im Trikot des Fanionteams freuen, der U19-Junior trug sich am Sonntag ebenfalls in die Torschützenliste ein.
Starke erste 20 Minuten
Unbemerkt blieben die vielen Ausfälle derweil dann aber doch nicht, wie auch Shooters-Coach Christoph Tschannen nach Spielschluss festhielt: «Einige Spieler mussten praktisch über 60 Minuten durchspielen und hatten kaum Verschnaufpausen. Das merkst du dann halt irgendwann». Aufs Ergebnisbulletin wirkte sich die dünne Personaldecke zunächst indes nicht aus, bis zur 18. Minute lagen die Gäste mit 9:7 in Führung, waren bis zu jenem Zeitpunkt nur einmal kurzzeitig in Rücklage geraten. Kurzum, die Shooters verstanden es im ersten Drittel der Partie durchaus, mit dem sich in Tuchfühlung mit der Tabellenspitze befindenden Gegner mitzuhalten, selbst ein höherer Vorsprung wäre in jener Zeitspanne in Reichweite gelegen.
«Passiert uns nicht das erste Mal»
Die Wende der Aargauer kam indes noch vor der Pause (Tschannen: «In dieser Phase machten wir den einen oder anderen Fehler zu viel»), und mit dem Tor zum 11:10 fünf Minuten vor der Halbzeitsirene bahnte sich bei den inzwischen im Angriffsspiel etwas schwerfällig wirkenden Shooters schliesslich das an, was vor allem nach der Pause folgen sollte: Ein kapitaler Fehlstart in den zweiten Durchgang machte aus dem noch überschaubaren Halbzeitrückstand eine Hypothek, durch welche die Entscheidung bereits vorzeitig gefallen schien. 13:22 lautete das Ergebnis nach 38 Minuten aus Shooters-Optik. «Wir kommen wieder schlecht aus der Pause. Das passiert uns nicht das erste Mal und ist mir eigentlich unerklärlich», ärgerte sich Tschannen. Solche Fehlstarts werde man schnellstmöglich abstellen müssen, auch gerade im Hinblick auf die beiden bevorstehenden wichtigen Aufgaben gegen die sich in tabellarischer Reichweite befinden Willisau (6. Dezember) und Dagmersellen (13. Dezember), schaute Tschannen bereits auf die nächsten Wochen, wo es für die sich weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz befindenden Schwyzer gegen zwei Gegner gehen wird, die aktuell jeweils drei Punkte entfernt sind. Von Nöten sein wird für die anstehenden wichtigen Wochen, in denen die Shooters voraussichtlich wieder auf einen Teil der am Sonntag ausgefallenen Akteure zählen können, dann auch abermals ein guter Kampfgeist. Für diesen hatte Tschannen nach dem Muri-Spiel viel Lob übrig. Sein Team schaffte es so auch, den zwischenzeitlich auf neun Tore angewachsenen Rückstand bis zum Ende wieder zu reduzieren. «Kaufen können wir uns damit aber nichts», musste der Coach dann allerdings auch anmerken. Bleibt zu hoffen, dass sich dies in den nächsten Spielen ändern wird.
Matchtelegramm
TV Muri – HSG Mythen-Shooters 33:27 (14:11). – Muri, Bachmatten. – 200 Zuschauer. – SR: Garcia/Streck. – HSG Mythen-Shooters: Derler/Nauer (5 Paraden)/Sivanesan; Büeler (1 Tor), Dürrenmatt (1), Henseler P. (9), Kraft (1), Roos (2/1), Speck, Stalder M. (6/3), Ulrich (1), Weber Li. (1), Weber Lu., Ziswiler (5).
Strafen: je 4-mal 2min. Verhältnis verschossener Penaltys: 2:0.
Foto: Andy Scherrer (Archiv)

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