Interner Shooters-Vergleich mit klarem Sieger

 

Im Duell der auf Rang 5 klassierten zweiten Herrenmannschaft und dem als Leader in dieses Derby gestiegenen Fanionteam der HSG Mythen-Shooters setzte sich der Favorit klar durch. Die zweite Equipe war lediglich in den ersten 20 Minuten in der Lage, sich einigermassen auf Augenhöhe zu bewegen.

Gegenstösse brachen Herren 2 das Genick
Ja, es war ein würdiger Rahmen, welcher dieses zweite Shooters-Derby bot – und dies nicht nur wegen der erfreulich hohen Zuschauerzahl. Beim Einlauf der zweiten Herrenmannschaft, dem offiziellen Heimteam an diesem Dienstagabend, gingen in der Brunner Sporthalle die Lichter aus, aus den Lautsprechern dröhnte der ACDC-Hit Hells Bells, und begleitet wurde jeder einzelne Einmarsch der 14 Akteure, die notabene aus einem kurzerhand provisorisch errichteten Spielertunnel aufs Feld eilten, von einer Rauchschwade aus einer Nebelmaschine.
Die spezielle Spielervorstellung schien zunächst durchaus seine (positiven) Spuren zu hinterlassen auf Seiten des Herren 2, zumindest die Defensive präsentierte sich im ersten Drittel der Partie stark aufgelegt. «Ja, die ersten 20 Minuten waren gut», befand auch Shooters 2-Trainer Patrick Styger. Um dann aber auch anfügen zu müssen: «Leider gab es danach aus unserer Sicht, bis auf eine kurze Sequenz in der zweiten Halbzeit, nicht mehr viel Positives.» Stimmt. Denn mit zunehmender Spieldauer im ersten Durchgang wurde das Spiel des «Heimteams» fahriger, die Fehler im Angriff häuften sich, ebenso die daraus resultierenden Gegenstösse des Herren 1. Schon vor der Pause schuf sich dieses dadurch ein schönes Polster. Und unmittelbar nach Wiederbeginn besiegelten gleich drei Konter, auch begünstigt durch ein wiederholt ungenügendes Rückzugsverhalten des Tabellenfünften, innerhalb von weniger als einer Minute die frühe Entscheidung. Zehn Tore betrug da der Vorsprung des Leaders bereits, in der Folge wurde es sogar noch deutlicher, was Styger auch auf die ungenügende Chancenauswertung und fehlerhafte Absprache am Kreis im Auftritt seines Teams zurückführte. Der Sieg des Tabellenführers, sein 16. im 17. Liga-Auftritt, war so letztlich klar und ungefährdet, sorgte auf der Trainerbank aber gleichwohl nicht für restlose Zufriedenheit. «Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass wir bei Spielen mit ungeharztem Ball Probleme aufweisen», musste Herren 1-Trainer Alex Suter feststellen, «die Anzahl an technischen Fehlern war zu hoch». Positive Worte fand der Trainer dagegen dafür, dass sein Team das Tempo stets hochhalten konnte. Ein Sonderlob hatte er zudem für seinen Torhüter Matthias Derler übrig.

«Schön, in Brunnen zu spielen»
Auf die Rangliste hat dieses Derby-Ergebnis keine Auswirkungen. Das Fanionteam hatte bereits vor dem Spiel den Gruppensieg auf sicher, ebenso ist ihnen die Teilnahme an den Aufstiegsspielen schon seit längerer Zeit nicht mehr zu nehmen. Die zweite Mannschaft wird die Saison fix im gesicherten Tabellenmittelfeld beenden. Bestimmt nicht nur, aber wohl auch aufgrund der bereits feststehenden Ranglistenkonstellationen kam am Dienstag auch der Spass nicht zu kurz, wie Patrick Styger erklärte. «Alle konnten spielen, und es kam zu keinen verletzungsbedingten Ausfällen», so das Schlusswort des Herren 2-Trainers. Und sein Kollege auf der Trainerbank der ersten Mannschaft meinte schliesslich: «Es war schön, mal in Brunnen spielen zu dürfen». Zur Erklärung: Da das Herren 1 üblicherweise seine Heimspiele mit Harz austrägt, dies aber nur in Goldau erlaubt ist, bestreitet das Fanionteam seine Heimpartien ausschliesslich in der BBZG-Halle. Dort wird es am 30. April als Generalprobe für die Aufstiegsspiele im Mai auch sein letztes Spiel der Hauptrunde absolvieren, als Gegner wartet Altdorf. Gegen den denselben Kontrahenten, allerdings mit einem Gastspiel im Urner Kantonshauptort, verabschiedet sich bereits an diesem Samstag das Herren 2 aus der Saison.

HSG Mythen-Shooters 2 – HSG Mythen-Shooters 1 18:35 (8:15)
Brunnen, Sporthalle. – 150 Zuschauer. – SR: Rothlin. – HSG Mythen-Shooters 2: Betschart M. (2 Paraden)/Bissig (6/1); Annen (5 Tore), Betschart T. (1), Büeler (1), Langenegger, May (1), Müller (1), Pfyl (1), Rindlisbacher, Ulrich, Wiget (3/2), Z’graggen (4/1), Zehnder (1). HSG Mythen-Shooters 1: Derler (16/1 Paraden)/Liolios (n. e.); Büeler (3), Dürrenmatt, Fischlin (3), Henseler (2), Kraft, Roos (2), Stalder M. (6), Stalder N. (8/1), Staub (3), Tschannen (1), Weber, Ziswiler (7).

Foto: Andy Scherrer / topsportfotografie.ch

18. April 2023, Dino Beck