Kampfgeist und Aufholjagd bleiben unbelohnt
Die SG Muotathal/Mythen-Shooters traf am Samstag auswärts auf die HSG Aargau Ost. Bereits in der vergangenen Saison trafen die beiden Teams in der Abstiegsrunde zweimal aufeinander. Beide Partien konnten die Muotathalerinnen damals deutlich für sich entscheiden und gingen somit als Favoritinnen in die Partie.
Die erste Halbzeit verlief während der ersten zwanzig Minuten weitgehend ausgeglichen und lange Zeit konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Gegen Ende der ersten Halbzeit liess jedoch die Defensive nach. Die Muotathalerinnen verteidigten nicht mehr konsequent genug und ermöglichten den Gastgeberinnen dadurch zu einfache Tore. Innerhalb weniger Minuten konnten sich die Aargauerinnen absetzen und gingen schliesslich mit einer 17:12-Führung in die Pause.
Doch die Partie war noch lange nicht entschieden. Trotz einiger unglücklicher Entscheidungen in der ersten Halbzeit liessen die Schwyzerinnen die Köpfe nicht hängen und starteten mit viel Kampfgeist in die zweite Hälfte. Der erhoffte schnelle Anschluss blieb jedoch zunächst aus. Im Gegenteil. Die Muotathalerinnen leisteten sich erneut zu viele Fehler, welche die Aargauerinnen eiskalt ausnutzten. Mit schnellen Gegenstössen bauten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf neun Tore aus. Doch nach rund zehn schwierigen Minuten fanden sie wieder zu ihrem Spiel und erhöhten den Druck in der Defensive. Die Aargauerinnen wurden zu Fehlern gezwungen und auch im Angriff fanden die Muotathalerinnen wieder bessere Lösungen. Plötzlich waren es nur noch drei Treffer, und die Schwyzerinnen waren wieder mitten im Spiel. Die Aufholjagd war lanciert und die Hoffnung auf eine Wende zurück. Für eine vollständige Wende reichte die Aufholjagd jedoch nicht mehr. Trotz grossem Einsatz und viel Kampfgeist konnten die Muotathalerinnen den Rückstand bis zur Schlusssirene nicht mehr aufholen und mussten sich mit 34:31 geschlagen geben.
Auch wenn die Niederlage schmerzt, ist für die SG Muotathal/Mythen-Shooters noch nichts verloren. In den kommenden Spielen bietet sich genügend Gelegenheit, weitere Punkte zu sammeln. Den Kampfgeist und die Moral, welche die Schwyzerinnen in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, wollen sie dabei unbedingt mitnehmen und bereits im nächsten Spiel wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren.
Telegramm:
HSG Aargau Ost – SG Muotathal/Mythen-Shooters 34:31 (17:12)
SG Muotathal/Mythen-Shooters: Heinzer Mirjam (6 Paraden), Zgraggen Sabrina (1 Paraden); Mohr-Gwerder Michelle (3), Betschart Olivia, Litschi Alina, Annen Karin (3), Weber Corine (7), Betschart Norina (3), Heinzer Nadja (2), Heinzer Eliane (4), Weber Florentina (3), Pivarciova Oliva, Piantanong Nattha (1), Müller Géraldine, Torelli Yarina (5)
Text: Eliane Heinzer
Foto: Andy Scherrer (Archiv)

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