Keine Punkte am Doppelwochenende

Auch im zweiten Spiel vom Wochenende gab es für die erste Herrenmannschaft der HSG Mythen-Shooters keine Punkte. Der Tabellenzweite Borba Luzern erwies sich am Sonntag als klar zu stark. Die Entscheidung im Kampf um den direkten Ligaerhalt fällt nun in der kommenden Woche.

Fehler wurden resolut bestraft
Am Freitag bezogen die Shooters zum Auftakt in ihr Doppelwochenende bei Handball Brugg eine letztlich klare Niederlage. Weil einen Tag später auch der TV Muri, im Kampf um den direkten Ligaerhalt der noch einzig verbliebene direkte Kontrahent, sein Spiel verlor, bot sich den Schwyzern am Sonntag wiederum die Chance, Platz 10 und damit jene Rangierung, die zum Saisonende den Klassenverbleib bedeuten würde, zurückzuerobern.
Dafür hätte es gegen den Tabellenzweiten Borba Luzern aber echte Big Points gebraucht. Solche standen in der Maihof-Halle allerdings nie zur Diskussion. Die Stadtluzerner erwiesen sich als der erwartet starke Gegner, der wie schon im Hinspiel, als die Shooters beim 28:41 ebenfalls eine echte Packung kassiert hatten, jegliche Fehler der Schwyzer sofort bestrafte. So endeten Shooters-Ballverluste immer wieder in Gegenstössen, und die teilweise fehlende Abstimmung in der Schwyzer Defensive nutzte der routinierte Widersacher ebenfalls konsequent, um zu seinen Torerfolgen zu gelangen. Schon früh hatte sich der Favorit so mit sieben Treffern abgesetzt. Dass die Shooters diesen Rückstand bis zur Pause nicht noch höher anwachsen lassen mussten, verkam letztlich zur Makulatur, weil der Gegner nach dem Seitenwechsel nochmals einen Zahn zulegte und sich gleichzeitig auch die Schwyzer Fehlerquote erhöhte. Dadurch liess sich aus Shooters-Optik die äusserst hohe Anzahl an Gegentreffern, verbunden mit der höchsten Saisonniederlage, nicht mehr verhindern. Zumindest mit den 33 erzielten Toren sorgten die Gäste aber noch für einen positiven Aspekt, wie auch Trainer Adolf Ulrich befand. Vor allem aus dem Rückraum wussten die Shooters immer wieder mit sehenswerten Abschlüssen zu gefallen. «In der Abwehr haben wir unsere Torhüter aber ganz klar zu wenig unterstützt», musste Ulrich allerdings ebenso festhalten, angesprochen auf die hohe Anzahl an Minustreffern.

Entscheidung fällt am Wochenende
Durch die am Wochenende erlittenen Niederlagen hat das Ulrich-Team den Ausgang des Abstiegskampfes nun nicht mehr in den eigenen Händen. Sicher ist: Bei einer Niederlage am Samstag beim Gastspiel gegen den BSV Stans (17.30 Uhr, Eichli) ist der Gang in die Barrage-Runde, wo es zu je einem Duell gegen Vorletztklassierte aus zwei anderen Gruppen kommen würde, fix. Nur wenn die Shooters am bevorstehenden Wochenende mehr Punkte holen als Konkurrent Muri, würden sie sich so noch auf Platz 10 retten. Die Aargauer beschliessen ihre reguläre Saisonphase am Sonntag mit einem Heimspiel gegen Handball Seetal. «Jetzt heisst es einfach alles geben. Wer jetzt nicht motiviert ist, ist fehl am Platz», ist für Ulrich mit Blick auf das kapitale Spiel vom kommenden Samstag klar.
Die Aufstellung:
Derler/Heller; Büeler (1), Dürrenmatt (2), Fischlin (3), Henseler (2), Inderbitzin (2), Kljajic, Stalder M. (10), Stalder N. (5/1), Staub (3), Weber, Wyrsch, Wyss (5).

Foto: Andy Scherrer / topsportfotografie.ch

24. April 2022, Dino Beck | zur Vorschau