«Konnten Flow nicht mitnehmen» – Shooters erleiden Rückschlag

Nach zwei Siegen in Folge hat das Herren-Fanionteam der HSG Mythen-Shooters am Samstag bei der SG Horgen/Wädenswil eine klare Niederlage bezogen und musste somit einen Rückschlag hinnehmen.

Zugriff fehlte
So richtig in Ordnung war die Shooters-Welt beim samstäglichen Gastspiel in der Wädenswiler Untermosen-Halle eigentlich nur in der Startphase: Der Treffer zum 1:0 sollte aber bereits die letzte Führung im gesamten Spiel zu Gunsten der Gäste gewesen sein, und auch der letzte unentschiedene Spielstand (4:4, 7’) ereignete sich noch in den ersten Sequenzen dieser Partie. Danach sahen sich die Shooters stets im Hintertreffen, die Hypothek pendelte sich bereits im ersten Durchgang bei drei bis fünf Toren ein. «Uns fehlte heute der Zugriff in der Abwehr», sah Coach Christoph Tschannen einen Grund dafür, warum sein Team nie mehr vollends den Weg zurück ins Spiel fand. Trotzdem lag für die Shooters zur Pause ergebnistechnisch noch einiges drin, auch wenn es – wie es Tschannen formulierte – zu sehr am Spielfluss mangelte. So richtig ernsthaft lag ein dritter Shooters-Sieg in Folge gegen die vor dem Spiel um zwei Ränge besser klassierten Zürcher indes nie in der Luft. Das musste auch Tschannen in seiner Analyse festhalten, weil sein Team bei den wenigen Möglichkeiten, doch noch irgendwie ins Spiel zu finden, zu fahrlässig und zu wenig clever agiert habe. Beleg dafür war unter anderem die hohe Anzahl an technischen Fehlern, deren 14 waren es am Ende und damit exakt doppelt so viele wie beim Gegner. Die Wurfquote beschränkte sich derweil auf magere 50%, alleine vier Penaltymöglichkeiten liessen die Shooters am Samstag ungenutzt. Diese Unzulänglichkeiten sorgten gleich mehrere Male für längere Unterbrüche in der Schwyzer Torproduktion, in jenen Phasen erhöhte sich der Rückstand kontinuierlich, bis dieser schliesslich im zweistelligen Bereich angelangt war.

Jetzt wartet Suhr Aarau
Von einem Auftritt wie beim Derby-Sieg gegen Muotathal oder den starken letzten 20 Minuten in der Vorwoche in Rothenburg, als die Shooters in jener Phase einen Fünf-Tore-Rückstand noch drehten, war das Fanionteam am Samstag weit entfernt. «Wir konnten den Flow aus den letzten Spielen heute nicht mitnehmen», musste auch Christoph Tschannen festhalten. Für einen der wenigen Lichtblicke bei seinem Team sorgte in Wädenswil Marcello Combertaldi: Der Flügelakteur aus dem eigenen Nachwuchs trug sich bei seinem Ernstkampf-Debut im Fanionteam gleich in die Torschützenliste ein und gefiel insgesamt mit seinem mutigen Auftritt. Am häufigsten ins gegnerische Tor traf am Samstag Yannis Ziswiler (5 Tore).
Als nächster Gegner wartet auf die HSG Mythen-Shooters am kommenden Wochenende nun die Zweitmannschaft des HSC Suhr Aarau. Damit wird es in Goldau zu einem Duell mit einem namhaften Konkurrenten kommen, dessen Fanionteam seit vielen Jahren zur Elite des Schweizer Handballsports zählt. Tschannen erwartet da einen «spielstarken Gegner, der mit viel Tempo agieren wird». Wie man da erfolgreich dagegenhalten will, ist mit Blick auf den Auftritt in Wädenswil schnell erklärt: «Wir werden uns gegen Suhr Aarau in allen Belangen steigern müssen». Eine klare Ansage des Coachs.

Matchtelegramm
SG Horgen/Wädenswil – HSG Mythen-Shooters 38:27 (17:13). – Wädenswil, Untermosen. – 52 Zuschauer. – SR: Schlegel/Steiner. – HSG Mythen-Shooters: Heller (5/1 Paraden)/Nauer (10); Büeler (2 Tore), Combertaldi (1), Fischlin, Henseler M., Henseler P. (2), Kraft (1), Roos (4), Stalder M. (2/1), Staub E. (3), Staub J. (4), Suter (1), Weber Lu. (2), Ziswiler (5).
Strafen: 6-mal 2min. gegen Horgen/Wädenswil; 2-mal 2min. gegen Shooters. Verhältnis verschossener Penaltys: 1:4.

Foto: Andy Scherrer (Archiv)

8. November 2025, Dino Beck | zur Vorschau