«Nochmals alles raushauen»: Die Shooters-Handballer stehen vor Finale um den 1. Liga-Aufstieg

Am kommenden Samstag entscheidet sich für das Herren-Fanionteam der HSG Mythen-Shooters das Rennen um den Aufstieg in die 1. Liga. Für die Promotion wird beim Gastspiel gegen die SG Handball Züri Oberland 1 ein Sieg benötigt.

Klare Ausgangslage
Es war ein rauschendes Handballfest, welches sich am Samstag vor einer Woche in der BBZG-Halle zutrug. Gefeiert hatten am Ende unter den rund 300 Zuschauenden allerdings vorwiegend die Supporter der Gastmannschaft SG Handball Seetal, die mit dem 35:30-Sieg in Goldau den Aufstieg in die 1. Liga perfekt machte. «Natürlich waren wir enttäuscht, hatten besonders vor und nach der Pause Phasen drin, die ungenügend waren und uns womöglich den Sieg gekostet haben. Aber ich glaube, dass die grossartige Stimmung in der Halle einen Teil dazu beitrug, dass wir den Frust etwas vergessen konnten», blickt Shooters-Spielertrainer Alex Suter auf das erste Aufstiegsspiel seines Teams zurück.
Weil nebst den Schwyzern auch die SG Handball Züri Oberland, das dritte Mitglied der Shooters-Aufstiegsrundengruppe, dem frischgebackenen Aufsteiger aus dem Seetal unterlag, ist die Ausgangslage für das noch ausstehende Direktduell zwischen den Zürchern und den Schwyzern klar: Der Sieger sichert sich in der Abschlusstabelle Platz 2 und somit ebenfalls den Aufstieg, der Verlierer bleibt in der 2. Liga. Im Falle eines Remis würde am Samstag das Team aus dem Zürcher Oberland jubeln können, die Tordifferenz spräche bei jenem Szenario für den bevorstehenden Shooters-Kontrahenten.

Es wartet ein Gruppensieger
Die Situation für das Aufstiegsfinale ist so aus Shooters-Optik zwar anspruchsvoll, doch haben die Schwyzer auch nach der Niederlage gegen Seetal noch immer alles in den eigenen Händen, was die Promotion betrifft. Auch dieser Fakt dürfte den Ärger über den Verlustgang gegen die Luzerner zumindest etwas verdrängt haben. «Wir wussten, dass wir im nächsten Spiel so oder so noch eine Chance haben werden», erklärt Alex Suter. Zudem stand bereits vor Anpfiff des Seetal-Spiels fest, dass die Shooters in jener Partie die Promotion noch nicht definitiv eintüten können und sich so alle Fragen rund um den Aufstieg erst im Zürcher Oberland abschliessend klären werden.
Wenn die Shooters nun am Samstag dorthin, namentlich nach Fehraltorf reisen, erwartet Suter selbstredend einen starken Gegner. Unterstrichen wird dies unter anderem damit, dass die Zürcher ihre Hauptrundengruppe gewinnen konnten.

Mit demselben Willen und gleicher Einsatzbereitschaft
Ansonsten legt Suter den Fokus aber auf die eigenen Stärken, erwähnt dabei auch die seit dem Seetal-Spiel «sehr positiv verlaufenen Trainingseinheiten, bei welchen wir an unserem Spiel arbeiten, uns aber auch auf Gegner Züri Oberland fokussieren konnten». Zudem wird dem Trainerstaff am Samstag das komplette Kader zur Verfügung zu stehen. Und mit Blick zurück aufs erste Aufstiegsspiel sagt der Shooters-Übungsleiter: «Da war die Einstellung und Präsenz jedes einzelnen überaus gut. Diesen Willen und diese Einsatzbereitschaft erwarte ich auch am Samstag wieder», gibt Suter den Takt für die Finalissima im Aufstiegskampf vor. Dass seine Mannen diese Vorgaben umsetzen werden, davon ist der Spielertrainer überzeugt. «Es ist das letzte Spiel einer langen Saison. Ich bin sicher, dass da nochmals jeder alles raushauen wird, was in ihm steckt». An der Einstellung wird es gemäss Suter also nicht mangeln. Fehlen dürfte es auch nicht an der Unterstützung auf den Rängen, für das Aufstiegsfinale am Samstag wird ein Fancar organisiert. Die Schwyzer Handballer können also auch in Fehraltorf wieder mit guter Stimmung rechnen. Bei welcher die Shooters-Anhänger diesmal hoffentlich mehr zu feiern haben werden als noch vor zwei Wochen in eigener Halle…

 

Spielertrainer Alex Suter ist überzeugt, dass sein Team am Samstag nochmals mit guter Einstellung und dem nötigen Siegeswillen agieren wird.

Fotos: Andy Scherrer / topsportfotografie.ch

 

 

 

22. April 2025, Dino Beck