Shooters gelingt 1. Liga-Aufstieg!

Nach über 20 Jahren kehrt das Herren-Fanionteam der HSG Mythen-Shooters wieder in die 1. Liga zurück. Möglich machte das ein harterkämpfter Sieg im entscheidenden Aufstiegsspiel bei der SG Handball Züri Oberland.
Grosse Feier nach dem Schlusspfiff
Samstagabend, kurz vor 18.30 Uhr in der Fehraltorfer Heiget-Halle war es, als auf Shooters-Seite alle Dämme brachen. Auf dem Feld bejubelten die Schwyzer Handballer mit ihren extra angefertigten Aufsteigerjungs-Shirts die Promotion, auf der Tribüne taten es ihnen die um die 100 mitgereisten Anhänger gleich. Und schliesslich jubelten sie auch noch alle gemeinsam, Spieler und Fans lagen sich gegenseitig in den Armen, Erinnerungsfotos noch und noch von diesem denkwürdigen Moment wurden geschossen.
Abwehr war spielentscheidend
Dabei hatten die Shooters in diesem allesentscheidenden Aufstiegsspiel einige Hürden zu überstehen, bis der benötigte Sieg realisiert und das Aufstiegswerk damit vollendet war. So brauchten die Schwyzer eine Weile, bis sie richtig im Spiel angekommen schienen, fanden vor allem offensiv lange Zeit nie richtig den Tritt, leisteten sich da ab und an auch Unzulänglichkeiten, die in dieser Saison kaum je zu sehen waren. «Man spürte die Nervosität», führte Coach Christoph Tschannen die hohe Anzahl an Fehler in der Offensive während den ersten 20 Minuten zurück. Seinem Team gelangen in jener Zeitspanne lediglich vier Treffer, hätte da schon deutlich höher in Rücklage geraten können, als es effektiv der Fall gewesen war (4:10). Zur Pause waren es letztlich gar nur noch drei Minustreffer. «Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass es nur drei Tore sind, trotz schlechter Leistung», gab Tschannen Einblick in seine Pausenansprache, die offenkundig durchaus fruchtete. So übernahm sein Team nach Wiederbeginn mehr und mehr das Spieldiktat, liess nun den Gegner bei dessen Angriffsbemühungen immer wieder auflaufen, dahinter sorgte Torhüter Polyzis Liolios in seinem letzten Spiel für die Shooters für den sicheren Rückhalt mit einer bis zum Spielschluss realisierten starken 47%-Abwehrquote. «Die Abwehr war bereits im ersten Durchgang mehrheitlich gut, nach der Pause wurde sie noch besser», resümierte Tschannen. Ein Beleg dafür war die Phase zwischen der 37. und 49. Minute, in welcher die Schwyzer keinen einzigen Treffer zuliessen. Es war in der Endabrechnung die entscheidende Periode in diesem Aufstiegsfinale, in jenen zwölf Minuten verwandelten die Gäste ein 14:17 in einen 21:17-Vorsprung. Ebenfalls ein ausschlaggebender Punkt war die deutliche Verbesserung in der Offensive. Angeführt von Zwölffach-Torschütze Nicolas Stalder funktionierte nach der Pause auch diese wesentlich besser, die Chancenauswertung etwa – in der ersten Halbzeit noch eines der vielen Defizite im Shooters-Angriff – erwies sich wesentlich effizienter. So liessen die Schwyzer in der verbleibenden Spielzeit nach ihrer Wende dann auch nichts mehr anbrennen, überstanden auch die letzten heiklen Sequenzen unbeschadet, etwa eine doppelte Unterzahl in den letzten zehn Minuten, die sie mit 1:0 Toren gar noch positiv gestalteten.
Ein historischer Aufstieg
Und so durften allerspätestens mit dem Tor zum 26:23 25 Sekunden vor der Sirene die Aufstiegskorken knallen, in der Folge ereigneten sich die eingangs erwähnten Bilder. Und nicht zu Unrecht wurde im Shooters-Lager während der Jubelorgie auch von einem historischen Moment gesprochen. Zum ersten Mal seit den Saisons 2002/2003 und 2003/2004 wird in der kommenden Spielzeit die HSG Mythen-Shooters wieder in der 1. Liga der Männer vertreten sein. Damals als Spieler übrigens bereits mit dabei: der heutige Coach Christoph Tschannen. Ihm gehört daher auch das Schlusswort zu diesem historischen Aufstieg: «Einfach geil». Dem ist wohl definitiv nichts mehr hinzuzufügen.
Matchtelegramm
SG Handball Züri Oberland – HSG Mythen-Shooters 24:26 (14:11). – Fehraltorf, Heiget. – 300 Zuschauer. – SR: Egger/Perböll. – HSG Mythen-Shooters: Derler (5 Paraden)/Liolios (8); Bobrich, Büeler (1 Tor), Dürrenmatt (3), Fischlin (1), Henseler M., Henseler P. (1), Kraft (1), Roos (1), Stalder M. (2), Stalder N. (12/1), Suter (4), Ziswiler.
Foto: Rahel Knüsel
SG BSV Borba Luzern *
HSG Mythen-Shooters
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SG Horgen/Wädenswil 2
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SG Handball Züri Oberland 1