Shooters gewinnen dramatischen Spitzenkampf

Die Shooters U16B-Juniorinnen mussten am Samstag mit einem dezimierten Kader zum Spitzenkampf bei der SG Züri-Obersee antreten. Am Ende gewannen die Schwyzerinnen diesen gleichwohl – und dies auf dramatische Art und Weise.

Ein Sieg des Kampfgeists und Willen
Lediglich acht Feldspielerinnen standen den Shooters für dieses Kräftemessen mit der SG Züri-Obersee zur Verfügung. Dafür konnten die Schwyzerinnen in Stäfa erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit auf eine gelernte Torhüterin zählen. Die neue Keeperin in den Reihen der Schwyzerinnen verrichtete ihre Arbeit dann ebenso tadellos wie ihre (neuen) Kolleginnen auf dem Feld, die sich am Samstag gegen den Tabellenzweiten, der mit Ausnahme des ersten Direktduells noch keine einzige Partie verlor, unter anderem durch eine in der ersten Halbzeit mehrheitlich gute Abwehrarbeit auszeichneten. Oft stellten sie so für die Angriffsversuche des Gegners eine zu hohe Hürde dar. Die eigenen Bemühungen in der Offensive erwiesen sich derweil ab und an zwar auch als ausbaufähig, und doch fand der Ball am Ende eines Angriffs doch noch oft den Weg ins gegnerische Gehäuse. Die Pausenführung ging so allemal in Ordnung, geriet nach dem Seitenwechsel aber ins Wanken, weil sich die Shooters da vor allem offensiv schwerer taten und dort – wohl auch verschuldet durch teilweise schwindende Kräfte – nun zu sehr die nötige Beweglich- und Spritzigkeit vermissen liessen. Den nun auch deutlich entschlossener wirkenden Einheimischen bot sich so die Gelegenheit zur Rückkehr ins Spiel, bis zur 47. Minute glich die Spielgemeinschaft aus Stäfa, Meilen und Jona das Geschehen dann auch erstmals seit dem 1:1 wieder aus. Kurz darauf sahen sich die Shooters erstmals in Rücklage (24:26, 54’), spätestens da drohte der erste Verlustgang im laufenden Championat. In jener heiklen Phase aber konnten die Gäste auf ihren Kampfgeist zählen, sichtlich entschlossen stiegen sie in die verbliebende Spielzeit, um dort die Hypothek wieder zu korrigieren. Und tatsächlich leuchtete wenig später, nach einigen Balleroberungen und trotz einer eigenen Unterzahl, wieder eine Führung von der Anzeigetafel (27:26, 59’). Gelaufen war dieser Spitzenkampf da aber noch nicht, die Spannung erreichte nun ihren Höhepunkt. Kurz nach Ende der genannten Zeitstrafe sahen sich die Shooters bereits wieder in personeller Minderheit, der daraus entstandene Sieben-Meter landete im Nachschuss im Shooters-Gehäuse zum abermaligen Ausgleich, bei noch 20 Sekunden verbleibender Spielzeit. Im Anschluss folgte die nächste Zeitstrafe, diesmal ausgesprochen gegen die Zürcherinnen, die letzten Sequenzen der Partie wurden so mit 5:5 Feldspielerinnen ausgetragen. Den dadurch entstandenen vorhandenen Platz auf dem Spielfeld nutzten die Shooters zum sehenswert herausgespielten und praktisch mit der Schlusssirene erzielten Siegtreffer.

Nächste Reifeprüfung wartet
Die U16B-Juniorinnen haben damit eine weitere Reifeprüfung bestanden. Die Art und Weise, wie dieser Sieg beim stärksten Gruppenkontrahenten zu Stande kam, spricht durchaus für die Moral, die in diesem Team steckt. Und doch wäre es nun fatal, nach diesem harterkämpften und zweifelsohne schönen Erfolg abzuheben. Viel mehr gilt der Fokus nun dem kommenden Wochenende, wo auf die Shooters gleich zwei Aufgaben warten werden: Zunächst gilt es am Samstag, sich bei Tabellenschlusslicht Säuliamt keine Blösse zu geben. Einen Tag später wartet mit dem Cup-Duell gegen das Inter-Team des BSV Stans eine weitere delikate Aufgabe, die durchaus wiederum als Reifeprüfung zu betrachten ist.
Die Aufstellung:
Buckle; Braiotta, Holdener, Kaufmann, Odermatt, Pütter, Schmidt, Serafino, Stalder.

2. November 2025, Dino Beck | zur Vorschau