Shooters-Handballer siegen erneut knapp
Im ersten Spiel seit bekannt ist, dass das Herren-Fanionteam der HSG Mythen-Shooters an den Aufstiegsspielen zur 1. Liga teilnehmen wird, setzte es sich bei der HSG Lenzburg knapp durch. Die Partie vom Sonntag wies durchaus Parallelen zu vorhergehenden Auftritten auf.
«Auch das zeugt von einer gewissen Qualität»
Seit der Niederlage vom 23. November in Sarnen sind die Shooters-Handballer mittlerweile ungeschlagen, haben in jener Zeitspanne bis zum Spiel in Lenzburg neun Spiele absolviert, in denen sie – abgesehen vom Remis im Spitzenkampf gegen Leader Borba Luzern – ausschliesslich Siege einfuhren. Auffallend dabei: Nicht selten fielen jene Vollerfolge knapp aus, einige davon auch mit lediglich einem Tor Differenz. Dabei hatten die Schwyzer auch oftmals kritische Phasen zu überstehen, viele davon waren auch selbstverschuldet, doch fanden die Shooters da stets einen Weg aus diesen Tiefs und fuhren so am Ende jeweils doch noch das Punktepaar ein. «Auch das zeugt von einer gewissen Qualität», pflegte Shooters-Coach Christoph Tschannen nach solchen Siegen jeweils zu sagen.
Erneut den Weg zurück ins Spiel gefunden
Am Sonntag, nach dem in der Lenzburger Neuhof-Halle realisierten nächsten (knappen) Sieg, kam Tschannen passenderweise zum selben Fazit. Seine Mannschaft überstand bereits in der ersten Halbzeit eine heikle Phase letztlich unbeschadet, nachdem es gegen das abstiegsbedrohte und entsprechend motiviert und hart zu Werke gehende Lenzburg nach noch verheissungsvollem Beginn (10:5-Führung nach 17’) neun Minuten ohne eigenen Treffer blieb und in jener Phase den Gegner bis auf ein Tor herankommen lassen musste. Ein bis zur Pause realisierter 5:1-Lauf rückte die Verhältnisse da noch rasch wieder zurecht. Noch düsterer standen die Zeichen indes unmittelbar nach Wiederbeginn, das gesamte Polster aus der Halbzeitführung wurde da innerhalb von sechs Minuten komplett verspielt (15:15), wenig später leuchtete die erstmalige Lenzburger Führung von der Anzeigetafel (18:16, 41’). Das sich während dieser Periode Ereignete veranlasste Tschannen dazu, von der wohl «schlechtesten Phase während der gesamten Saison» zu sprechen. Eine Erklärung dafür fand der Trainer nicht. «Wir machten schlicht viel zu viele einfache Fehler», so Tschannen. Was danach folgte, bezeichnete der Trainer dann aber wieder als «lobenswert». Gemeint war die Reaktion seines Teams, das sich innert knapp vier Minuten die Führung zurückeroberte. Dabei profitierten die Gäste auch von einer gewissen aufkommenden Hektik, die unter anderem in einer direkten Roten Karte gegen einen Lenzburger Akteur mündete.
Die Führung gaben die Shooters in der Folge nicht mehr ab, richtig abzusetzen vermochten sich die Schwyzer allerdings auch nicht. Erst der letzte Abschlussversuch der Gastgeber, der wenige Sekunden vor der Sirene im Block des Shooters-Defensivverbundes hängen blieb, besiegelte so den Sieg des Tabellenzweiten, bei dem sich Yannis Ziswiler und Jan Roos die Auszeichnung des erfolgreichsten Torschützen mit je fünf Treffern teilten.
Rückspiel am Mittwoch
Bereits am kommenden Mittwoch werden sich die beiden Teams wieder gegenüberstehen, wenn in Goldau das aus der Vorrunde verschobene Hinspiel nachgeholt wird. Für Coach Christoph Tschannen ist die Erwartungshaltung für das anstehende zweite Duell mit den Aargauern klar: «Da erhoffe ich mir schon einen etwas souveräneren Auftritt». Bewerkstelligt werden soll ein solcher mit einer besseren Chancenauswertung sowie der Reduzierung der technischen Fehler. Beides machte der Shooters-Übungsleiter als Hauptgrund dafür aus, dass die Partie am Sonntag nicht bereits früher entschieden werden konnte. Die beiden Punkte gingen am Ende aber auch so an die Shooters. Weil die von Tschannen eingangs genannte Qualität eben auch diesmal wieder zum Tragen kam.
Machtelegramm
HSG Lenzburg 1 – HSG Mythen-Shooters 25:26 (10:15). – Lenzburg, Neuhof. – 65 Zuschauer. – SR: Müller/Oezkilic. – HSG Mythen-Shooters: Derler (n.e)/Heller (9/2 Paraden); Dürrenmatt (3 Tore), Fischlin, Henseler M., Henseler P. (4), Kraft (1), Roos (5/2), Stalder M. (3), Stalder N. (2), Suter (1), Weber Lu. (2), Ziswiler (5).
Foto: Livio Weber (Archiv)

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