Shooters kassieren nächste Packung
Eine Woche, nachdem das Herren-Fanionteam der HSG Mythen-Shooters bei Leader Siggenthal/Baden-Endingen die höchste Saisonniederlage erlitt, setzte es am Samstag im Derby beim KTV Muotathal die nächste heftige Klatsche ab. Der Auftritt der Spielgemeinschaft im Duell mit dem Kantonsrivalen gaben beim Coach Rätsel auf.
«Brutal enttäuschend»
Wenn ein Trainer nach Spielschluss zur Analyse gebeten wird, dieser aber noch um etwas Bedenkzeit ersucht, dann ist das nicht selten ein untrügliches Zeichen dafür, dass im Auftritt seiner Mannschaft vieles nicht nach Wunsch verlaufen war. Im Falle von Christoph Tschannen, dem Coach der Mythen-Shooters, traf dies am Samstag nach der zweiten Auflage des Schwyzer Derbys gegen Muotathal ganz bestimmt zu. Das unterstrich dieser dann, als er doch noch ein paar Worte zum Spiel fand, deutlich. Von «brutal enttäuschend» sprach Tschannen über das aus Shooters-Optik Geschehene an diesem Samstagabend in der Muotathaler Mehrzweckhalle. Über viel zu viele falsche Entscheidungen, die getroffen wurden, oder von diversen Dingen, die nicht wie geplant umgesetzt worden seien, musste der Shooters-Coach reden. «Es ist mir ein Rätsel, wie man ausgerechnet in diesem Spiel die wohl schwächste Saisonleistung zeigt», befand Tschannen, dessen Schlusswort zum Gebotenen seiner Equipe ebenso unmissverständlich ausfiel: «Ich kann schlicht nichts Positives sagen»…
Derby war schon zur Pause gelaufen
Dabei hatten die Shooters doch noch so gute Erinnerungen an das Hinspiel von Ende Oktober, als sie in der heimischen BBZG-Halle den Kantonsrivalen noch mit 35:27 besiegen konnten. «Uns war klar, dass die Thaler anders auftreten werden als damals», erklärte Tschannen. Zudem liess auch die gegenwärtige Ausgangslage den KTV Muotathal die Rolle des Favoriten tragen: In den Spielen zuvor hatte dieser mit Altdorf und EhrEndingen zwei Spitzenteams besiegt, während die Shooters als Ranglistenvorletzter und mit einer zehn Spiele andauernden Niederlagenserie ins Muotathal gereist waren.
Dass sich das zweite Kräftemessen der beiden Schwyzer Fanionteams derart schnell entscheiden würde, war dann indes doch nicht vollends zu erwarten gewesen. Doch der Ausgang der Partie war spätestens zur Pause geklärt, nachdem die Shooters eine Halbzeit hinlegten, in der es ihnen gegen die gegnerische 6:0-Abwehr zu oft an den nötigen Ideen und Laufarbeit mangelte, viele Anspiele ihren Empfänger gar nicht erst fanden und, als die Shooters die Angriffsvariante mit dem siebten Feldspieler zur Anwendung brachten, diese Massnahme gleich drei Mal in Folge in einem Thaler Treffer ins verlassene Shooters-Gehäuse mündete.
Anstatt hitzige Derby-Stimmung versprühte die Atmosphäre in der bestens gefüllten Muotathaler Mehrzweckhalle in der zweiten Halbzeit so vielmehr ein Schaulaufen der Gastgeber, bei welchem Christoph Tschannen von seinem Team die Gegenwehr vermisste. Zwischenzeitlich drohte den Shooters so – eine Woche nach dem 20:38 in Siggenthal – gleich aufs Neue die höchste Saisonniederlage. Zumindest das vermochte die Spielgemeinschaft am Samstag abzuwenden. Ein Trost für die ausgerechnet im Derby erlittene Klatsche wird das selbstredend nicht gewesen sein. Auch die vom KTV Muotathal jeweils vorgenommene Wahl zum besten Spieler beider Teams – bei den Shooters kam am Samstag diese Ehre zurecht Simon Fischlin zu Teil – dürfte bei diesem kaum die Enttäuschung über die hohe Niederlage abgewendet haben. Zum besten Werfer in den Reihen der Spielgemeinschaft avancierte derweil abermals Topscorer Nicolas Stalder (10 Tore).
Spielfreies Wochenende
In der Rangliste ist der Rückstand auf die Barrageplätze für den Tabellenvorletzten inzwischen auf zehn Punkte angewachsen. Bei noch sieben auszutragenden Partien rückt die Hoffnung, sich noch in ein Stechen um den Ligaerhalt retten zu können, immer mehr in die Ferne. Die nächste Chance, diese Hypothek zumindest zu verkleinern, bietet sich den Shooters nach einem nun bevorstehenden spielfreien Wochenende am 21. Februar. In der Brunner Sporthalle heisst der Gegner dann SG Horgen/Wädenswil.
Matchtelegramm
KTV Muotathal – HSG Mythen-Shooters 41:24 (21:10). – Muotathal, MZH. – 437 Zuschauer. – SR: Schlegel/Steiner. – Nauer (4 Paraden)/Sivanesan (3); Büeler (1 Tor), Dürrenmatt, Fischlin (4), Henseler P. (2), Kraft, Roos, Stalder M. (1), Stalder N. (10/4), Staub E. (2), Staub J. (1), Ulrich (1), Weber Li. (1), Weber Lu. (1).
Strafen: 4-mal 2 gegen Muotathal; 2-mal 2 gegen Shooters. Verhältnis verschossener Penaltys: 0:0.
Foto: Andy Scherrer

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