Shooters spielen wieder in 2. Liga – und wollen dort angreifen

Mit dem Sieg im Regio-Cup gegen das U19-Team der SG Handball Seetal realisierte die erste Herrenmannschaft der HSG Mythen-Shooters am vergangenen Sonntag einen erfolgreichen Pflichtspielauftakt. Nun legen die Schwyzer Handballer am Samstag auch in der Meisterschaft wieder los. Nach dem zuletzt erlittenen Abstieg soll die Richtung in der 2. Liga wieder nach oben zeigen.

Zu alten Stärken zurückfinden
Ein Jahr dauerte das 1. Liga-Abenteuer für die Handballer der HSG Mythen-Shooters, der im Frühjahr 2025 erstmals seit über 20 Jahren realisierte Aufstieg in jene Spielklasse verkam so zu einem kurzen Intermezzo. Die Gegenwart heisst für die Shooters somit wieder 2. Liga, wo die Schwyzer Spielgemeinschaft nun am kommenden Samstag in den Spielbetrieb eingreifen wird.
Für Trainer Alex Suter brachte die vergangene Spielzeit auch positive Aspekte mit sich, auch wenn die Relegation letztlich nicht verhindert werden konnte. So sieht er vor allem die in der vergangenen Saison gewonnene Erfahrung als ein Pluspunkt, der seinem Team verhelfen soll, im bevorstehenden Championat wieder oben mitspielen zu können. Weiter erklärt Suter: «Wir wollen in der neuen Saison wieder zu unseren alten Stärken zurückfinden, dazu gehört etwa das schnelle Umschaltspiel.» Gepaart mit den nun neu dazugewonnenen Erfahrungswerten erachtet der Trainer dies als das Rezept, um sich in der neuen 2. Liga-Gruppe unter den besten Mannschaften einzureihen. So lautet dann auch die Zielsetzung: «Wir wollen wieder unter die Top 2 kommen und die Aufstiegsspiele erreichen», berichtet Alex Suter.

Kader weitgehend unverändert
Als Vorteil könnte sich für die Shooters auch erweisen, dass das Kader im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert bleibt. Den beiden Abgängen von Kreisspieler Fabian Kraft (Rücktritt) und Torhüter Silas Nauer (Muotathal) stehen mit Keeper Chris Schmid und Rückraumspieler Dario Wiget zwei Neuzugänge aus der eigenen Nachwuchsabteilung respektive der zweiten Mannschaft gegenüber. Ansonsten steht in der kommenden Spielzeit dasselbe Personal auf der Platte wie in der vergangenen 1. Liga-Saison.

Wieder Derby gegen Muotathal
In jener letzten Spielzeit kam es unter anderem auch zum Kräftemessen mit dem Kantonsrivalen KTV Muotathal, welches die Shooters vor heimischer Kulisse gewinnen konnten. Das Duell mit den Thalern wird es auch in der 2. Liga wieder geben, dann allerdings gegen die Zweitvertretung des Derby-Kontrahenten. Die hiesigen Handballfans werden sich indes auch noch auf weitere spannende Vergleiche des Shooters-Fanionteams freuen dürfen. So findet sich unter der neuen Gegnerschaft etwa auch der BSV Borba Luzern. Im Kader der Stadtluzerner figurieren erfahrungsgemäss auch Spieler, welche in früheren Jahren bis in die höchste Schweizer Liga aktiv gewesen waren. Weitere Widersacher sind unter anderem die SG Mutschellen-Wohlen oder die HSG Lenzburg. Jenen Equipen waren die Shooters bereits in der Aufstiegssaison gegenübergestanden.

Happiges Programm zum Saisonauftakt
Zum Feld der attraktiven Gegner darf auch der erste Konkurrent der neuen Meisterschaft gezählt werden. Das Team von Handball Züri Unterland ist nebst den Shooters der einzige Vertreter der Gruppe, der die Vorsaison in der 1. Liga absolviert hat. Am Samstag kommt es somit gleich zum Ligaauftakt zum Duell zweier Absteiger. Mit Blick auf das Cup-Spiel vom letzten Sonntag sieht Christoph Tschannen, der das Herren-Fanionteam der Shooters auch in der neuen Saison zusammen mit Alex Suter betreuen wird, für den interessanten aber wohl gleichermassen auch schwierigen Meisterschaftsbeginn vor allem in der Chancenauswertung noch Steigerungspotential. In der Tat war beim ansonsten weitgehend souveränen Auftritt gegen die älteste Nachwuchsequipe der SG Handball Seetal die Präzision vor dem gegnerischen Gehäuse noch ausbaufähig, zu viele sichere Torchancen blieben beim Pflichtspielauftakt ungenutzt.
Die Effizienz zu erhöhen, das dürfte gerade im Hinblick auf das schwierige Auftaktproramm in die neue 2. Liga-Saison von Nöten sein. Denn auch der zweite Auftritt in der neuen Ligakampagne wird mit dem Gastspiel bei der SG Städtli-Baden vom 12. September voraussichtlich eine knifflige Aufgabe werden. Die Aargauer klopften im vergangenen Frühjahr an die Tür zur 1. Liga und scheiterten letztlich erst in den Aufstiegsspielen hauchdünn. Bereits der Auftakt in die neue Saison hat es für den 2. Liga-Absteiger aus dem Schwyzerland also durchaus in sich.

Foto: Livio Weber

1. September 2026, Dino Beck