Shooters verlieren Vierpunktespiel – weil zu vieles nicht zusammenpasste
Die Shooters-Handballer hielten sich am Samstag beim Duell mit Tabellennachbar Dagmersellen zwar lange im Spiel. Am Ende fehlte für die wichtig gewesenen Punkte aber doch einiges.
Zu wenig Zugriff in Abwehr
Christoph Tschannen, der Coach der Mythen-Shooters, hat den folgenden Satz in der laufenden Saison schon einige Male aussprechen müssen. «Es muss alles stimmen, damit wir punkten können», so der Übungsleiter des 1. Liga-Aufsteigers. Ein solches Szenario hätte sein Team auch am Samstag im für den Abstiegskampf eminent wichtigen Spiel gegen das direkt vor den Shooters klassierte Team aus Dagmersellen benötigt. Eingetroffen ist das indes nicht, stattdessen musste Tschannen nach Spielschluss konstatieren, dass «zu viel nicht zusammenpasste». Was der Shooters-Coach konkret meinte: «Wir haben in der Abwehr zu wenig den Zugriff gefunden, daneben konnten unsere Torhüter nicht an die guten Leistungen aus den letzten Spielen anknüpfen. Und wir machten in den entscheidenden Momenten zu viele Fehler, was uns nicht das erste Mal in dieser Saison passierte».
In entscheidenden Momenten gepatzt
Ja, solche entscheidenden Phasen gab es am Samstag in der Dagmerseller Chrüzmatt-Halle auch, was wiederum als Beleg dafür diente, dass sich die Shooters lange zumindest ergebnistechnisch im Spiel halten konnten. Zu verdanken war das etwa der stärksten Phase der Schwyzer vor der Pause, ein zwischenzeitlicher Fünf-Tore-Rückstand wurde da auf drei Einheiten reduziert, in der Folge bewegte sich die Hypothek kontinuierlich zwischen zwei bis vier Tore. Chancen auf ein noch aussichtsreicheres Zwischenergebnis blieben indes rar, und die wenigen Möglichkeiten dazu vergaben die Shooters durch die von Tschannen genannten Fehler in den wichtigen Sequenzen aus dieser Begegnung zwischen dem Dritt- und Vorletzten der Rangliste. Letztlich waren auch die vom Coach erwähnten Mängel im Defensivverbund mitverantwortlich dafür, dass die Shooters zwar lange am Gegner dran waren, diesem in der Endabrechnung aber gleichwohl nie so richtig ernsthaft gefährlich werden konnten. Zu oft kam durch die defensive Zaghaftigkeit der Gäste der starke Dagmerseller Rückraum zum Torerfolg, auch Gegentreffer über den Kreis mussten die Schwyzer durch ihre fehlerhafte Absprache vermehrt schlucken.
Zum Jahresabschluss wartet ein Spitzenteam
Nach der Niederlage in Willisau aus der Vorwoche mussten die 1. Liga-Handballer der Mythen-Shooters damit auch ein zweites Direktduell in der Abstiegszone verloren geben. Ein Fakt, den Tschannen als «frustrierend» bezeichnet. Zumindest attestierte er seinem Team beim samstäglichen Auftritt in der Chrüzmatt-Halle aber ein sichtbarer Wille. Positiv aus Schwyzer Optik wird zudem die Rückkehr von Topscorer Nicolas Stalder zu bewerten sein, der nach zwei Spielen verletzungsbedingter Absenz in Dagmersellen wieder mittun konnte und da sogleich wieder zum treffsicherten Werfer seines Teams avancierte (8 Tore). Weitaus weniger erfreulich präsentiert sich nach dieser sechsten Niederlage am Stück derweil der Blick auf die Tabelle, wo der TV Dagmersellen mit Rang 11 nach wie vor jene Klassierung belegt, die zum Saisonende zur Teilnahme an der Barrage berechtigen würde. Unschön aus Sicht der Schwyzer Spielgemeinschaft erweist sich hier insbesondere der Rückstand auf jenen elften Platz, der nach der Niederlage vom Samstag auf fünf Punkte angewachsen ist (bei einem ausgetragenen Spiel weniger). Immerhin bietet sich vor dem Weihnachtsfest noch eine Möglichkeit, diese Hypothek wieder zu verkürzen. Dafür benötigt wird am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Muri (19.00 Uhr, Sporthalle Brunnen) aber ein Erfolg gegen ein echtes Spitzenteam der Liga.
Matchtelegramm
TV Dagmersellen – HSG Mythen-Shooters 38:31 (18:15). – Dagmersellen, Chrüzmatt. – 185 Zuschauer. – SR: Fallegger/Leu. – HSG Mythen-Shooters: Derler (5 Paraden)/Nauer (5); Annen (1 Tor), Bobrich (2), Büeler (6), Dürrematt, Fischlin, Henseler P. (3), Kraft (2), Roos (3), Stalder M. (1), Stalder N. (8), Staub J. (1), Weber Li., Weber Lu. (1), Ziswiler (3). Strafen: 2-mal 2min. gegen Dagmersellen; 6-mal 2min. gegen Shooters. Verhältnis verschossener Penaltys: 0:0.
Foto: Andy Scherrer (Archiv)

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