Wenn der Wurm drin ist…

Ein in allen Belangen viel zu fehlerhafter Auftritt brockte den U14-Inter-Juniorinnen am Freitagabend die mit Abstand höchste Saisonniederlage ein.

Unkonzentriert und fehleranfällig
Die Statistiker hatten einiges zu notieren in diesem Auftritt der Schwyzer Spielgemeinschaft. Und die Zahlen, die dabei herauskamen, sprachen so gar nicht für die Leistung der Shooters: 30 technische Fehler waren es am Ende, daneben eine magere Wurfausbeute von mageren 38%. Und wären auch die Fehler in der Abwehr und im Rückzugsverhalten mitgezählt worden, so wäre auch diese Zahl deutlich zu hoch ausgefallen.
Kurzum, es war eine Darbietung, in der von A-Z der Wurm drin steckte bei den Shooters, die somit ihren Teil dazu beitrugen, dass aus der eigentlich spanenden Ausgangslage – vor dem Spiel standen die Shooters in der Tabelle punktgleich mit Gegner Zürisee da – schon bald eine einseitige Angelegenheit zu Gunsten der Gäste wurde. Dabei musste die Spielgemeinschaft aus Thalwil, Wädenswil und Horgen noch nicht einmal den ganz grossen Aufwand betreiben, um sich schon früh im Spiel deutlich abzusetzen: Einige Balleroberungen infolge der vielen ungenauen Shooters-Pässe und daraus resultierende Gegenstösse reichten vorwiegend, um die Partie bereits bis zur Pause zu entscheiden. Und weil ein Shooters-Aufbäumen nach dem Seitenwechsel Wunschdenken blieb und die offensichtlichen Unkonzentriertheiten da phasenweise gar noch deutlicher zu erkennen waren, lag bis zur Schlusssirene selbst Ergebniskosmetik in weiter Ferne.

Abhaken und vergessen
Ja, in einer Saison kann es durchaus mal vorkommen, dass in einem Spiel so gar nichts gelingen will. Passiert so etwas das erste Mal, wie es im Falle der U14-Juniorinnen zutrifft, so muss dies noch kein Alarmzeichen darstellen. Immerhin ist es noch nicht lange her, als die Shooters drei Siege aneinanderreihen konnten, und auch im Auftritt vor dem Zürisee-Spiel gab es bei Leader Emmen trotz 28:36-Niederlage einige positive Aspekte zu verzeichnen. Aber, und das lässt sich dann halt ebenso wenig von der Hand weisen, dürfen solche Auftritte wie jener am Freitagabend in der BBZG-Halle auf keinen Fall zur Regelmässigkeit verkommen. Stattdessen ist für die kommenden Spiele dringend eine Reaktion gefordert. Sonst wird es in den verbleibenden drei Partien bis zum Vorrundendende kaum mehr zu Punkten reichen. Das gilt auch für das bevorstehende Spiel vom kommenden Samstag bei Tabellenschlusslicht Uster. Die Shooters sind daher gut beraten, die Leistung gegen Zürisee so schnell wie möglich abzuhaken und zu vergessen, sofern daraus die richtigen Lehren gezogen werden. Und sich auf ihre Stärken zu besinnen, die sie im Laufe der Spielzeit schon so einige Male abzurufen vermochten.
Die Aufstellung:
Schneeberger; Gwerder, Herzig, Holdener, Küttel E., Küttel K., Lindauer, Mele, Müller, Pfister, Pütter, Räss, Szymkowiak, Waser.

18. November 2023, Dino Beck | zur Vorschau