Zu klares Resultat

Auch im sechsten Spiel der Abstiegsrunde verpasste die zweite Damenmannschaft der Shooters ihre ersten Punkte. Im Duell mit Leader Ruswil Wolhusen gingen die Luzernerinnen letztlich zwar als verdiente Siegerinnen vom Parkett, das Ergebnis war aber etwas zu hoch.

Dezimierte Shooters hielten lange ordentlich mit
Gerade günstig standen die Voraussetzungen für dieses Kräftemessen mit dem souveränen Tabellenführer, der nach fünf Partien noch ohne Minuspunkt dastand, nicht, zum Gastspiel in die Ruswiler Wolfsmatt-Halle reisten die Shooters aufgrund diverser verletzungsbedingter-, krankheits- oder ferienbedingter Absenzen ohne Auswechselmöglichkeiten auf den Feldpositionen an. Dass es die Gäste gleichwohl verstanden, das Geschehen vorerst offen zu halten, kam so durchaus überraschend, war aber der Lohn für den guten ersten Eindruck, den die Shooters in diesem Spiel hinterliessen. Erst ab der 20. Minute mussten sich die Schwyzerinnen erstmals deutlicher distanzieren lassen, eine Umstellung der Einheimischen in eine nun offensiver ausgerichtete Abwehr bereitete den Shooters hier sichtlich Mühe. Als Folge daraus häuften sich die Fehlschüsse, und auch der Rückstand nahm so bis zur Pause deutlichere Konturen an. Definitiv ausser Reichweite geriet eine Überraschung dann gegen Beginn der Schlussviertelstunde, als sich auch der Kräfteverschleiss der dezimierten Shooters mehr und mehr bemerkbar machte. Die technischen Fehler nahmen zu, was die SG Ruswil Wolhusen – wie schon im Hinspiel, als beim 15:38 aus Shooters-Optik noch wesentlich klarere Verhältnisse geherrscht hatten – konsequent nutzte. Nebst jenen Unsauberkeiten blieb auch die Chancenauswertung an diesem Samstagnachmittag weiterhin ein Sorgenkind im Auftritt der Schwyzerinnen, deren Rückstand sich so bis zum Spielende nochmals merklich erhöhte.

Gute Ansätze nach wie vor vorhanden
Ja, es darf durchaus behauptet werden, dass die Shooters in Vollbesetzung hier eine noch bessere Figur hätten abgeben können und so womöglich gar in der Lage gewesen wären, den souveränen Leader richtig zu fordern. Ein Anzeichen dafür bildete etwa der Fakt, dass es die Schwyzerinnen am Samstag durchaus verstanden, den Gegner im Positionsangriff immer wieder in Schach halten zu können. So bleiben auch aus dieser Partie positive Aspekte zurück, wenn gleich die Niederlage am Ende deutlich ausfiel und die SG Ruswil Wolhusen über alles gesehen zweifellos die bessere Mannschaft und so auch der verdiente Sieger war.
Immerhin bleibt so auch nach der sechsten Abstiegsrundenpartie am Stück, in der die 2. Liga-Damen keine Punkte einfahren konnten, die Hoffnung, dass das erste Erfolgserlebnis bald einmal eintreffen wird. Und so die Shooters doch noch in der Lage sind, im Kampf um den Ligaerhalt richtig einzugreifen. Derzeit belegen die Schwyzerinnen als Tabellenletzte den einzigen Abstiegsplatz. Noch bleiben ihnen fünf Spiele, um von diesem wegzukommen. Dass es dafür aber nicht nur gute Ansätze, sondern endlich auch Punkte braucht, ist selbstredend. Am kommenden Samstag bietet sich in Muotathal gegen den LK Zug die nächste Chance auf Zählbares.
Die Aufstellung:
Blättler/Kamer; Annen A., Annen K., Brandenberger, Heinzer J., Heinzer N., Pivarciova.

27. Februar 2023, Dino Beck